Explosion in Wittichenau: Nach Zerstörung in Marktpassage meldet Polizei Erfolg

Nur eine von mehreren Scheiben einer Fleischerei in Wittichenau, die in der Silvesternacht durch die Explosion zu Bruch gingen. Die dafür Verantwortlichen sind offenbar nicht mehr unbekannt.
Domenic Prater / Blaulichtreport Lausitz- Explosion illegaler Pyrotechnik beschädigte in Wittichenau mehrere Gebäude in der Silvesternacht.
- Polizei beschlagnahmte Rucksäcke und Handys bei tatverdächtigen Jugendlichen.
- Beweise auf sichergestellten Handys werden derzeit ausgewertet.
- Tatverdächtige: Drei Jugendliche (14 und 15 Jahre) aus Wittichenau.
- Sachschaden von mindestens 26.000 Euro, Ermittlungen dauern an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der massiven Explosion in der Silvesternacht am Markt in Wittichenau sind die Ermittler am Donnerstag, 22. Januar, einen großen Schritt weitergekommen. Das teilt die Polizei mit. Auf richterliche Anordnung habe es Durchsuchungen bei tatverdächtigen Jugendlichen gegeben. Dabei habe die Polizei zwei Rucksäcke und die Mobiltelefone der Beschuldigten sichergestellt, heißt es. Die Handys enthalten, wie die Polizei weiter mitteilt, aller Wahrscheinlichkeit nach weitere Beweise und werden in den kommenden Tagen ausgewertet.
Unbekannte hatten in der Silvesternacht in der Passage Pyrotechnik entzündet, die vermutlich aus dem Ausland stammte und etwa 300 Gramm Sprengstoff enthielt. Ein Hantieren mit einem Böller dieser Art ist in jedem Fall lebensgefährlich, weist die Polizei hin. Zum Vergleich: Eine in Deutschland erlaubte Rakete der Kategorie F2 enthalte meistens zwei bis vier Gramm Explosivmasse.
Der verwendete Böller hatte offensichtlich eine derart große Sprengkraft, dass die Scheiben und Türen einer Fleischerei, einer Physiotherapie und der Wohnungsgesellschaft Wittichenau zu Bruch gingen. Auch eine Leuchtreklame wurde beschädigt. Der Sachschaden belief sich auf mindestens 26.000 Euro.
Noch am Neujahrsabend leiteten Polizisten erste Maßnahmen ein. Sie sicherten Spuren, sprachen mit Anwohnern und möglichen Zeugen. Die intensiven Ermittlungen führten zu drei Tatverdächtigen im Alter von einmal 14 und zweimal 15 Jahren aus dem Bereich Wittichenau. Die Ermittlungen zu den bei ihnen gefundenen Beweisstücken dauern an, heißt es.

