Das Abbaden im Dreiweiberner See am Weißkollmer Strand entwickelt sich seit einigen Jahren immer mehr zu einem Breitensportereignis. Gut 60 Männer, Frauen und Kinder wagten sich kürzlich in den Dreiweiberner See. Bei einer Wassertemperatur von etwa sechs Grad Celicius und einer Lufttempertur von nur einem Grad Celcius war das ein kühles Unterfangen.

Stolz steht Francy Ullrich am Weißkollmer Strand. Ihr Körper ist nun wieder in eine Trainingshose und Sweatpullover gehüllt und bestens durchblutet. Denn die 29-Jährige kommt gerade aus dem Dreiweiberner See und das Ende Dezember. „Ich habe das zum ersten Mal gemacht und es war ein richtig kleiner Kick beim Abbaden mit ins kalte Wasser zu gehen“, erzählt sie stolz. „So etwas habe ich schließlich noch nie gemacht. Die Überwindung überhaupt rein zu gehen ist groß. Aber in der Gruppe fällt es einem leichter. Am schlimmsten spürt man die Kälte in den Füßen. Die zwiebeln ganz schön“, erläutert die Hoyerswerdaerin.

Hartgesottene mehrere Minuten im See

Jan Frobart vom Hoyerswerdaer Schwimmsportverein (SSV) hat das elfte Abbaden am Dreiweibener See wieder mit organisiert. „Das ist inzwischen schon eine große Tradition und zieht jedes Jahr auf das Neue immer mehr Menschen an“, sagt er. Rund 200 Interessierte sind zur Veranstaltung gekommen, doch nur 60 von ihnen wagten letztlich den Sprung ins kalte Nass.

Während die meisten unter den Freiluftschwimmern nur für wenige Sekunden im Wasser verweilten, hielten es einige Hartgesottene tatsächlich für einige Minuten im kühlen Wasser aus. „Vier Minuten, das reicht jetzt“, sagt Frank Schimank. Der 54-Jährige hat vor rund 19 Jahren mit dem Eisbaden begonnen. „Wir gehen in den Wintermonaten fast jede Woche zum Eisbaden. Aber der Sprung ins kühle Nass braucht jedes Mal neue Überwindung“, erzählt er. Nun zittern seine Hände und sein ganzer Körper ist kalt. „Ich bin aber davon überzeugt, dass Kälte einem einen gesundheitlichen Vorteil verschaffen kann“, erklärt der 54-Jährige.

Angetrieben wird Frank Schimank immer wieder von Marlen Schiche. Die 44-Jährige ist die einzige Frau in der Gruppe, die sich für vier Minuten ins kühle Nass gewagt hat. „Wir als regelmäßige Eisbader sind das ein bisschen gewohnt“, so Marlen Schiche, die mit zu den Eisfreunden aus Niesendorf zählt, die regelmäßig dort im Waldbad baden gehen. „Danach wird der Körper richtig durchblutet und es stellt sich ein Wohlgefühl ein“, meint die 44-Jährige.