Über Monate haben die Bürger im Kreis Bautzen auf den täglichen Wert der Sieben-Tage-Inzidenz geschaut. Der zeigte an, ob Einschränkungen drohen oder Erleichterungen zu erwarten sind. Inzwischen braucht es mehrere Statistiken, um zu schauen, wie es um die Corona-Situation in der Oberlausitz steht.
774 Corona-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Bautzen: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag (25. Oktober 2021) bei 257,9 – Tendenz: steigend. Der Kreis Bautzen weist sachsenweit die dritthöchste Inzidenz auf, hinter dem Erzgebirgskreis und dem Landkreis Mittelsachsen.
Doch entscheidend ist jetzt die Bettenbelegung durch Covid-Patienten im Freistaat. Beim Blick auf diese Zahlen ist die Lage noch nicht besorgniserregend. Laut Staatsregierung werden in Sachsen derzeit auf Normalstationen 461 Klinik-Betten mit Corona-Patienten belegt. Auf den Raum Dresden/Ostsachsen entfallen davon 174 Patienten. Der Raum Chemnitz ist mit 224 Fällen deutlich stärker betroffen.

Hospitalisierungsrate in Sachsen noch moderat

Ähnlich ist die Lage bei der Auslastung der Intensivbetten. Dort beginnt bei 180 Patienten die Vorwarnstufe. Derzeit müssen in Sachsen 134 Menschen intensivmedizinisch betreut werden – davon 71 im Raum Dresden/Ostsachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz Hospitalisierung liegt bei aktuell 3,89 (Stand: 25. Oktober 2021). Bei diesem Statistik beginnt die Vorwarnstufe bei 7,0.
Laut Statistik der Bautzener Kreisverwaltung gibt in Hoyerswerda zurzeit 41 Corona-Fälle, in Oßling 23, in Lauta und Bernsdorf je 19, in der Elsterheide 15, in Spreetal 6, in Wittichenau 5 und in Lohsa 2.