Die Johanneskirche in der Hoyerswerdaer Altstadt wird zu Heiligabend bis 18 Uhr für das stille Gebet geöffnet sein. Besucher können dort eine Kerze anzünden oder Wünsche und Gebetsanliegen auf Sterne schreiben und an den Weihnachtsbaum hängen, informiert Pfarrer Heinrich Koch. Der Einlass werde geregelt. Zudem seien separate Ein- und Ausgänge vorhanden.
Einen öffentlichen Gottesdienst werde es dagegen nicht geben. Das Gleiche gelte für die Dörfer der Kirchengemeinde. Grund ist die Corona-Pandemie sowie die damit einhergehenden gesetzlichen Bestimmungen.

Begrenzung der Teilnehmerzahlen wäre unumgänglich

Zwar wären Gottesdienste im Freien möglich, sagt Koch weiter. „Aber die Kirche hat sich selbst verpflichtet, im Fall hoher Infektionszahlen eine Begrenzung auf jeweils 50 Teilnehmer vorzunehmen. Wir müssten dann aber viel mehr Menschen nach Hause schicken. Und das Ordnungsamt hat sich gegen eine Nutzung weiterer öffentlicher Plätze ausgesprochen.“ An den übrigen Feiertagen finden die Gottesdienste wie gewohnt mit allen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung von Ansteckungen statt.
Der ursprünglich geplante Gottesdienst der Neustadt-Gemeinde zu Heiligabend um 15 Uhr vor dem King-Haus ist nicht durchführbar, informiert Pfarrer Jörg Michel. Stattdessen sei die Veranstaltung im King-Haus mit begrenzter Teilnehmerzahl, Masken und Abstand vorgesehen.
Unter gleichen Voraussetzungen werde zum Gottesdienst um 19 Uhr im Kirchsaal geladen. Dagegen entfalle die traditionelle Weihnachts-Teestube. „Stattdessen wird von 20 bis 22 Uhr zur offenen Kirche eingeladen“, kündigt Jörg Michel an. Dort könne die selbstgefertigte Heyn-Krippe eines Gemeindemitgliedes besichtigt werden.
In Burghammer steht die Kirche zwischen 15 und 23 Uhr offen. Im Spreewitzer Pfarrgarten an der Kleinen Spree findet um 17.30 Uhr ein Freiluft-Gottesdienst mit Hörspiel und Posaunenchor statt, sagt Pfarrer Michel.

In Wittichenau gibt es wenige Gottesdienste

In der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Wittichenau fällt zu Heiligabend die Krippenfeier für Kinder aus. Die Pfarrkirche ist aber für diesen Teilnehmerkreis von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, informiert Pfarrer Dr. Wolfgang Kresak.
Für die drei Heiligabend-Gottesdienste um 19.30 Uhr (sorbisch), um 21 Uhr (deutsch-sorbisch) und um 22.30 Uhr (deutsch) ist eine telefonische Anmeldung erforderlich. Pro Gottesdienst sind maximal 150 Teilnehmer möglich. Zudem dauern die Gottesdienste nur 60 statt 90 Minuten.

Gottesdienste werden im Internet übertragen

Wer keine Eintrittskarte mehr bekommen hat, kann die Gottesdienste per Livestream im Internet verfolgen. Davon haben allein am vierten Advent rund 2000 Gläubige Gebrauch gemacht. Darüber hinaus haben die Kirchenleute sogenannte Hausgottesdienste erstellt und drucken lassen. „Diese können die Gläubigen mit nach Hause nehmen“, lädt Wolfgang Kresak ein.
Die Gottesdienste an den beiden Weihnachtsfeiertagen finden unter Beachtung der Hygienekonzepte wie gewohnt in der Pfarrkirche statt.