In Ostsachsen kämpfen Tausende Unternehmen aufgrund der Corona-Krise um ihr Überleben. Das teilt die Agentur für Arbeit Bautzen mit. Innerhalb von wenigen Wochen seien die Anzeigen auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen in Ostsachsen rasant angestiegen. „Laut unseren aktuellen Erhebungen sind im März insgesamt rund 10 200 Anzeigen von Unternehmen auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen Bautzen, Dresden und Pirna eingegangen. Das sind mehr als ein Viertel aller rund 36 000 Betriebein dieser Region“, sagt Karl-Heinz Puy, der Geschäftsführer des Operativen Service Dresden, der die Bearbeitung von Kurzarbeitergeld für die Arbeitsagenturbezirke Bautzen, Dresden und Pirna leitet.

Arbeitsagentur führt wegen Kurzarbeitergeld Schichtsystem ein

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung spielte Kurzarbeit seit der Finanzkrise eine eher untergeordnete Rolle, heißt es seitens der Agentur für Arbeit. Die meisten Anzeigen auf Kurzarbeitergeld konnten in der Vergangenheit innerhalb von wenigen Tagen bearbeitet werden.

Die neue Situation stelle die Arbeitsagenturen nun vor große Herausforderungen, denn anders als zur letzten Krise ist nun nahezu die gesamte Wirtschaft betroffen, heißt es.

Das Kurzarbeitergeld soll Betriebe auffangen, damit die Beschäftigten im Unternehmen bleiben können. Dafür mobilisieren die Arbeitsagenturen alle verfügbaren Mitarbeiter, die bisher nicht in der Leistungsbearbeitung eingesetzt waren, teilt die Agentur für Arbeit mit. Zudem wurden die Arbeitszeiten erweitert. Erstmalig sei ein Schichtsystem eingeführt worden. „Die Bearbeitungsstellen tun alles dafür, schnellstmöglich und unbürokratisch die Unterlagen zu bearbeiten und zügig Rückmeldung zu geben. Arbeitgeber, die Kurzarbeit anzeigen, sollten auf die Vollständigkeit der Angaben und Unterlagen achten“, betont Karl-Heinz Puy.

Telefon-Hotline für Arbeitgeber: 0800 45 555 20

E-Mail: Dresden.031-OS@arbeitsagentur.de

Fax: 0351 28 85 29 20 31

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