1474,4 – das ist der Corona-Inzidenzwert für den Kreis Bautzen am 22. November 2021. Das bedeutet ein neues Allzeit-Hoch. Fast täglich wird innerhalb der laufenden vierten Corona-Welle dieser Negativwert aktuell übertroffen.
Inzwischen macht der Landkreis Bautzen auch bundesweit wieder Schlagzeilen: Im bundesweiten Inzidenzranking des Robert-Koch-Instituts belegt die Region Rang drei, hinter dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1612,4) und dem bayerischen Landkreis Freyung-Grafenau (1569,8). Allein sechs sächsische Landkreise haben eine Inzidenz von über 1000 und erscheinen in der Statistik jetzt in kräftigem lila.

Hospitalisierung sinkt in Sachsen sinkt

Ein ganz winziger Lichtblick: Die sächsische Inzidenz für die Hospitalisierung (Anzahl der Krankenhausaufnahmen in Verbindung mit Covid-19 innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) sinkt weiterhin. Sie liegt aktuell bei 4,39 und damit geringfügig unter der vom Vortag (4,58).
An der Gesamtsituation ändert das jedoch nichts: Die Krankenhäuser im Freistaat gelten als deutlich überlastet. 1838 Betten auf Normalstationen und 455 Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patienten belegt. Die Überlastungsgrenze liegt bei 1300 und 420 Betten.
Die Krankenhausbetten im Klinikumcluster Dresden, zu dem auch die Kreise Bautzen und Görlitz gehören, sind nahe der Auslastungsgrenze. Für Normalstationen gibt der Freistaat Sachsen den Wert mit 94,1 Prozent (788 von 837 Betten) Auslastung an, für die Intensivstationen mit 94,8 Prozent (238 von 251 Betten). Noch dramatischer ist die Situation im Cluster Chemnitz. Dort stehen laut Statistik nur noch zwei Intensivbetten für Corona-Patienten zur Verfügung.