Betrug in Guben
: Gefälschte Commerzbank-Mails im Umlauf

Bankkunden sind in Guben aufgefordert worden, persönliche Daten einzugeben. Die Internetseite ähnelte verblüffend der Commerzbank-Seite. Jetzt reagiert die Bank.
Von
Bernd Töpfer
Guben
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Eine Frau hält ein Smartphone und ein Laptop in den Händen: ILLUSTRATION - Zusätzlicher Code aufs Smartphone: Eine Zwei-Faktor-Authentisierung bei Log-ins bringt mehr Sicherheit. (zu dpa: «Hilfe, mein E-Mail-Konto wurde gehackt: Was tun?») Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Eine Zwei-Faktor-Authentisierung bei den Anmeldungen zum Banking bringt mehr Sicherheit. Bankkunden in Guben solten wachsam sein: Phishing-Mails sind im Umlauf

Christin Klose/dpa

Eine Betrugswelle schwappt über die Kunden der Commerzbank hinweg: Vor allem in Guben haben Bankkunden dabei eine E-Mail bekommen. Darin werden sie aufgefordert, das Commerzbank-Konto zu verifizieren. In dem Anschreiben, in dem man nicht namentlich angesprochen wird, steht die Aufforderung, sich auf der offiziellen Seite anzumelden. Gleichzeitig wird ein Button angeboten, auf den man klicken soll.

Aber Vorsicht:  Der Button führt nicht auf die offizielle Seite der Bank. Die Verbraucherzentrale warnt. Die gefälschte Seite sieht dem Anmeldefenster täuschend ähnlich. Sie werde dazu genutzt, die Kundendaten abzugreifen.

Vor neuer Betrugsmasche gewarnt

Die Organisation hatte bereits Mitte Juni vor einer neuen Masche von Betrügern im Internet gewarnt. „Banken würden derartig sensible Daten niemals abfragen“, heißt es. Die Verbraucherschützer raten, solche Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.

„Leider kommt es immer wieder zu Betrugsversuchen“, bestätigt Sabine Ostrowicki. Die Sprecherin der Region Nord/Ost der Commerzbank rät den Kunden, wachsam, aufmerksam und generell misstrauisch zu sein. Regelmäßig würden Kunden umfangreich über solche und andere Betrugsformen informiert.

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen analysiert E-Mails und erstellt ein Phishing-Radar. Damit wird die Öffentlichkeit über Betrugsversuche informiert. Wer die Verbraucherschützer unterstützen möchte, kann verdächtige E-Mails weiterleiten (phishing@verbraucherzentrale.nrw).

Wie die Commerzbank darauf reagiert

Die Commerzbank agiert ähnlich. „Wir informieren unsere Kunden regelmäßig auf unserer Website oder mit Warnhinweisen im Online-Banking“, sagt Sabine Ostrowicki. Generell gilt, dass solche E-Mails ignoriert und gelöscht werden sollten. Im Zweifel sollten Kunden Kontakt zur Bank aufnehmen, so die Sprecherin weiter.