Baumpflege in Ostsachsen
: An welchen Flüssen es jetzt an die Bäume geht

An zahlreichen Flüssen und Talsperren in den Landkreisen Bautzen und Görlitz rücken die Baumpfleger an. Welche Orte betroffen sind – und warum dabei auch Bäume fallen können.
Von
Jan Augustin
Hoyerswerda
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Bäume in Berlin: PRODUKTION - 08.04.2026, Berlin: Ein Arbeiter sägt in der Bernauer Straße mit Hilfe einer Motorsäge von einer Arbeitsbühne aus einzelne Äste eines Baumes ab. Das Bezirksamt Mitte hatte eine Fachfirma mit so genannten verkehrssichernden Baumpflegearbeiten beauftragt. (zu dpa: «Wer in Berlin die Sicherheit von Bäumen im Blick hat») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Baumpfleger schneidet in luftiger Höhe Äste zurück. Die Gehölzpflege an Flüssen in Ostsachsen soll unter anderem die Sicherheit an Ufern und Böschungen gewährleisten. (Symbolbild)

Soeren Stache/dpa
  • In Ostsachsen startet die jährliche Gehölzpflege an Flüssen und Talsperren.
  • Arbeiten an Spree, Schwarzer Elster, Löbauer Wasser sowie an Bautzen, Quitzdorf, Lohsa I.
  • Ziel ist die Verkehrssicherung und der Erhalt von Ufern, teils mit Fällungen oder Kronenkürzungen.
  • Saison liegt außerhalb der Vegetationsperiode: von Anfang Oktober bis Ende Februar.
  • Talsperre Quitzdorf wird für Sanierung entleert – Wasser fließt in den Schwarzen Schöps, Kosten rund 20 Mio. Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

An vielen Flüssen in Ostsachsen beginnt die jährliche Gehölzpflege. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen arbeitet dafür unter anderem an der Spree, der Schwarzen Elster und dem Löbauer Wasser. Auch die Talsperren Bautzen und Quitzdorf sowie der Wasserspeicher Lohsa I sind betroffen. Die Arbeiten kosten insgesamt rund 195.000 Euro. Das Geld kommt vom Freistaat Sachsen.

„Zu den Arbeiten zählen überwiegend Pflegeschnitte“, teilt Sprecherin Katrin Schöne mit. Je nach Zustand der Bäume und örtlichen Gegebenheiten könnten aber auch einzelne Bäume gefällt oder Kronen stark eingekürzt werden.

Die Arbeiten dienen laut Landestalsperrenverwaltung der Verkehrssicherung sowie dem Erhalt der Standsicherheit von Böschungen und Ufern. Auch standortfremde Gehölze wie Koniferen an Gewässern werden entfernt.

Die Pflegearbeiten finden außerhalb der Vegetationsperiode statt, damit brütende Vögel möglichst nicht gestört werden. Die Saison beginnt jedes Jahr Anfang Oktober und endet Ende Februar. Müssen Bäume gefällt werden, stimmt die Landestalsperrenverwaltung dies bei Bedarf mit der zuständigen Naturschutzbehörde ab. Das gelte insbesondere für Bäume mit Höhlen und Spalten.

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Diese Flüsse und Orte in Ostsachsen sind betroffen

Die Arbeiten verteilen sich auf zahlreiche Gewässer in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Betroffen sind:

Alte Elster: Hoyerswerda, Neuwiese
Altes Fließ
Kleine Spree: Spreewiese, Kauppa, Milkel, Weißkollm, Lohsa
Klosterwasser: Panschwitz-Kuckau
Landwasser: Oderwitz
Langes Wasser
Löbauer Wasser: Großschweidnitz, Löbau, Lautitz, Weißenberg
Lausur: Großschönau
Malschwitzer Kleine Spree
Mandau: Mittelherwigsdorf, Zittau
Pulsnitz: Reichenau, Königsbrück
Schwarze Elster: Prietitz, Wiesa, Kamenz, Wittichenau, Hoyerswerda
Schwarzer Schöps: Reichenbach, Verwaltungsgemeinschaft Diehsa, Mücka, Boxberg, Kringelsdorf, Niederseifersdorf
Spree: Spreewitz, Ebersbach, Friedersdorf, Neusalza-Spremberg, Neustadt, Boxberg, Uhyst
Weißer Schöps: Kodersdorf, Schöpstal
Wesenitz

Auch an der Talsperre Quitzdorf stehen größere Arbeiten an. Der Speicher muss für eine dringend notwendige Sanierung vollständig entleert werden. Dafür soll das Wasser schrittweise in den Schwarzen Schöps abgelassen werden. Die Sanierung soll Ende 2028 abgeschlossen sein und rund 20 Millionen Euro kosten. Sie soll die langfristige Funktion des Speichers sichern, der auch für die Wasserbewirtschaftung in der Lausitz und entlang der Spree wichtig ist.