Bahnstreik in Hoyerswerda: Was fährt noch? Wie Reisende zu ihrem Ziel kommen

Wenig los auf dem Bahnhof Hoyerswerda.
Sascha KleinDer Bahnstreik ist auch in Hoyerswerda spürbar. Aber viele Bürger haben sich wohl rechtzeitig vorbereitet.
Der Bahnhof ist seit Mittwoch weitgehend menschenleer. Viele Bürger haben die Züge wohl komplett abgeschrieben. Denn — Fällt aus wegen der Streikfolgen — gab die Bahn für die meisten Regionalexpress–Züge an.
Mindestens jeder zweite Regionalzug von und nach Dresden fällt aus. Noch schlechter sind die Verbindungen nach Leipzig. Kommt doch ein DB–Zug an, steigt oft nur eine Handvoll Passagiere ein und aus.
Als Alternative haben sich trotz längerer Fahrzeiten Busse etabliert. Das zeigt ein Blick auf den Bahnhofsvorplatz. Die Linien in das Umland sind gut besetzt. Auch wenn die Fahrzeiten deutlich länger als bei der Bahn sind. Selbst Schüler sind auf diese Alternative umgestiegen.
Die wenigen Züge in Hoyerswerda waren leer
Die Regionalbahnen der Odeg nach Görlitz verkehrten weitgehend normal. Aber auch sie leiden an der Bahn–Abstinenz durch den Streik, verzeichnen zum Teil weniger Fahrgäste.
Eine weitere Alternative war der Umstieg auf das Auto. Ein Rückschlag für Bemühungen, aus Klimaschutzgründen eine stärkere Nutzung des ÖPNV zu erreichen.
Die Straßen in Ostsachsen waren neben Pkw auch durch Lastwagen frequentiert. Auch wegen einiger Autobahnblockaden durch Bauern rollten dort viele Sattelschlepper im Fernverkehr, was an den in– und ausländischen Kennzeichen ablesbar war.
Ob es insgesamt mehr Verkehr auf den Straßen in Ostsachsen gibt, dazu konnte die Polizeidirektion Görlitz keine Angaben machen. Es habe keine Einschränkungen und nicht mehr Unfälle üblich gegeben, sagte Polizeisprecher Sven Möller.
