30 Jahre nach den ausländerfeindlichen Krawallen in Hoyerswerda 1991 sucht die Stadt neue Wege, um die Ereignisse von damals und das Trauma danach aufzuarbeiten. Zum ersten Mal stehen jetzt die eigentlichen Opfer im Fokus.
Bei den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda im September 1991 wurden Steine gegen die Wohnunterkunft der mosambikanischen Vertragsarbeiter geworfen.
Rainer weißflog/dpa
Im Lausitz-Center Hoyerswerda wurde am Montag die Fotoausstellung "Wir waren Kollegen" aufgebaut. Sie zeigt frühere DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik und ihre ganz individuellen Geschichten aus der Zeit vor und nach den Ausschreitungen 1991 in Hoyerswerda.
Catrin Würz
Das Programm für das Gedenkwochenende "Hoyerswerda 1991" liegt jetzt in Form eines handlichen Heftchens vor, das hier von Sabine Proksch und Pfarrer Jörg Michel präsentiert wird. Es liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen zum Mitnehmen aus.
Catrin Würz
Bei den ausländerfeindlichen Ausschreitungen vor dem Vertragsarbeiter-Wohnheim in Hoyerswerda versammelten sich 1991 an der Schweitzerstraße Neonazis, aber auch viele Einwohner, die tatenlos zusahen oder Beifall klatschten.