Bautzens Vize-Landrat Udo Witschas (CDU) hat Gerüchten widersprochen, dass Asylbewerber angeblich massenhaft nach Sachsen eingeflogen und im Landkreis Bautzen untergebracht werden. In seinem Facebook-Account schreibt Witschas, bei diesen Gerüchten handelt es sich um einen „Fake“. Er habe jedoch mehrere Nachfragen zu diesem Thema erhalten.

Die Asylentwicklung im Landkreis Bautzen zeige im Gegenteil zu den Gerüchten, dass die Zahl der Asylbewerber abnimmt. Im Vergleich von Februar 2019 zu Februar 2020 seien 223 Asylbewerber weniger im Landkreis untergebracht. Insgesamt seien es 1263, davon ein Großteil (924) in Gemeinschaftsunterkünften. Die größten Standorte im Landkreis befinden sich in Hoyerswerda und Kamenz. Von den 1263 Asylbewerbern seien 602 ausreisepflichtig, so Witschas. Die Umsetzung liegt laut des stellvertretenden Landrats jedoch in Zuständigkeit des Freistaats und nicht des Landkreises. Wie Witschas bei Facebook weiter betont, sage die Prognose einen Wert von 1233 bis 1311 Asylbewerber für den Kreis Bautzen im Jahr 2020 voraus.

Zu dem Thema hat sich auf Witschas’ Facebook-Seite auch der CDU-Kreisrat Maik Förster geäußert. Förster ist seit 2019 Mitglied des Aufsichtsrats des Flughafens Dresden: „Alle Berichte, dass nachts Maschinen in Dresden mit Asylbewerbern landen, sind vollständig frei erfunden“, schreibt er. „Es gibt keine Flugbewegungen mit Passagieren seit dem 25. März.“ Es kämen lediglich vereinzelt Frachtmaschinen an. Der Flughafen diene derzeit als „Parkplatz für Flugzeuge“. Das Dresdener Personal arbeite zurzeit hauptsächlich in Leipzig.