2025 in Hoyerswerda: Zeit zum Durchstarten? Die Wünsche für das neue Jahr

Was sich die Menschen zum Jahreswechsel besonders wünschen: viel Glück für das neue Jahr. Welche Hoffnungen die Menschen aus Hoyerswerda für 2025 hegen, haben einige in einer Umfrage berichtet.
Hendrik Schmidt/dpa- Menschen in Hoyerswerda blicken nach einem schwierigen 2024 optimistisch auf 2025.
- Markus Ziegelgensberger plant eventuell eine Hochzeit und möchte eine bewohnbare Erde hinterlassen.
- Felix Lucena aus Spanien sucht Arbeit im Sicherheitsgewerbe und trainiert beim Boxring Hoyerswerda.
- Michael Scholz hofft auf ein neues Leben in Lauta nach Obdachlosigkeit.
- Ana-Maria Ghebenei wünscht sich Frieden und plant 2025 ihre Einbürgerung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wieder ist ein Jahr zu Ende – und was wird wohl das neue bringen? Viele Menschen ziehen zum Jahreswechsel Bilanz. Was hat das alte Jahr persönlich und beruflich gebracht? Wie wirkt sich die allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation auf mein eigenes Leben aus? Neue Kriegsherde auf der Welt, politische Krisen in vielen Ländern, Teuerung und Klimakatastrophen auf der ganzen Erde haben das alte Jahr geprägt. Kann man trotz dieser Aufzählung überhaupt zuversichtlich in die Zukunft schauen?
Ja, das kann man, sagen einige Menschen in und um Hoyerswerda, die im Rahmen einer Umfrage ihre persönlichen Hoffnungen und Wünsche für 2025 preisgeben. Für einige von ihnen soll 2025 das Jahr sein, um neu durchzustarten.
Liebe und Familienglück mit Partnerin aus Hoyerswerda
Markus Ziegelgensberger verbringt die Feiertage mit seiner Familie in Hoyerswerda. Der gebürtige Bayer und seine Söhne plus seine Partnerin mit ihren Töchtern leben seit einigen Monaten gemeinsam in einer Stadt bei München zusammen. „2024 hat sich für uns viel zum Guten geändert“, kann der Familienvater berichten. Seine Partnerin stammt aus Hoyerswerda, deshalb gehören nun auch Besuche in dieser Stadt zum Leben der Großfamilie dazu. „Mal sehen, vielleicht folgt dem Zusammenziehen 2025 die Hochzeit“, überlegt Markus Ziegelgensberger.

Markus Ziegelgensberger ist glücklich über das Leben in seiner neuen Patchworkfamilie. Vielleicht läuten 2025 die Hochzeitsglocken?
Katrin DemczenkoDas Lausitzer Seenland nimmt der Bayer als etwas Tolles mit großer Perspektive wahr. Der Vater möchte seinen Kindern „eine bewohnbare Erde hinterlassen“ und ist sich sicher: Dieses Ziel können alle Menschen erreichen, wenn sie gemeinsam handeln. Der Mitarbeiter in einer Autobahnmeisterei werde auf jeden Fall zur Bundestagswahl gehen, um die Politik im Land mitzubestimmen.
Spanier blickt optimistisch in eine Zukunft in Hoyerswerda
Aus Spanien hat es Felix Lucena nach Hoyerswerda verschlagen. Seit eineinhalb Jahren lebt er bei seiner neuen Partnerin in Hoyerswerda. Für ihn war 2024 „ein gutes Jahr“. Schon längere Zeit lernt der ausgebildete Kriminalpolizist Deutsch, um 2025 eine Stelle im Sicherheitsgewerbe zu finden. Weil dabei auch körperliche Fitness wichtig ist, will er beim Boxring Hoyerswerda trainieren. Auch diese Kontakte werden ihm beim Deutschlernen helfen, glaubt Felix Lucena, der optimistisch in die Zukunft blickt.

Felix Lucena stammt aus Spanien und hat in Hoyerswerda eine neue Heimat gefunden. 2025 will er neu durchstarten.
Katrin DemczenkoMarkus Maticz ist seit vielen Jahren der stellvertretende Leiter des Zuse Computermuseums Hoyerswerda (ZCOM). Für das Museum sei 2024 ein wichtiges Jahr gewesen. Immer mehr Schüler nehmen die speziellen Bildungsangebote des ZCOM wahr. Das dreijährige Projekt Smarticulum, das jetzt zu Ende ging, hat den Medienpädagogischen Preis des Freistaates Sachsen gewonnen, freut sich Markus Maticz.
Im Jahr 2025 will das ZCOM an den 30. Jahrestag der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Hoyerswerda an Prof. Konrad Zuse erinnern. Dazu soll im Stadtraum eine erweiterte Reality-Ausstellung organisiert werden. Per Smartphone oder Tablet werden dann in der realen Welt zusätzlich digitale Objekte sichtbar sein.

Marcus Matics freut sich auf das neue Museumsjahr 2025 im Zuse Computermuseum Hoyerswerda.
Katrin DemczenkoHoffnung auf ein Leben im eigenen Zuhause in Lauta
Eine besondere Geschichte erzählt Michael Scholz, der ab Januar 2025 in Lauta wohnen wird. 2024 wurde er in Magdeburg leider obdachlos. Eine Bekannte aus Hoyerswerda hat ihn in die Lausitz geholt und hier will der 40-Jährige neu durchstarten. Das Jobcenter hilft ihm dabei. Vor allem will Michael Scholz Arbeit finden, um sich selbst finanzieren zu können. Von der Politik in Deutschland ist er ziemlich enttäuscht und will deshalb den Bundestag im Februar nicht mit wählen. Traurig denkt er an den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt mit vielen Toten und Verletzten. Solche Ereignisse sollten Politiker verhindern, sie schaffen es aber nicht, erklärt Michael Scholz.
Reinhard Brest aus Hoyerswerda betrachtet die Arbeit der Politiker in Berlin ebenfalls mit Stirnrunzeln, weil sie bei ihren Entscheidungen oft das Volk zu vergessen scheinen. Der Rentner muss mit seinen Einkünften gut haushalten, um bei den steigenden Preisen über den Monat zu kommen. Reinhard Brest rechnet 2025 nicht mit Verbesserungen für Hoyerswerda. Er wünscht allen Menschen im neuen Jahr Gesundheit, „das ist doch das Wichtigste“.
Größter Wunsch: Frieden für die Welt
Ana-Maria Ghebenei lebt und arbeitet seit 2013 in der Stadt Hoyerswerda – und sie beschreibt ihr Jahr 2024 als „chaotisch und unruhig“. Etwas mehr Ruhe wünscht sie sich deshalb für das neue Jahr und einen Urlaub in ihrem Geburtsland Rumänien. Ana-Maria Ghebenei will in den nächsten Monaten endlich die Sprachprüfung B1 bestehen, denn diese ist Voraussetzung für den Einbürgerungstest als deutsche Staatsbürgerin. Ihr größter Wunsch für die Welt sei Frieden. „Die vielen Kriege sollen enden“, benennt Ana-Maria Ghebeneis ihren wichtigsten Wunsch für 2025.

Ana-Maria Ghebenei hofft auf ein neues Jahr, das weniger chaotisch und unruhig ist - und auf Frieden für die ganze Welt.
Katrin Demczenko