Winterstorch in Herzberg: Schwarzweißchen erweckt weiter Aufmerksamkeit

Der Storch in seinem Nest auf dem Schornstein. Kinder der Kita „Märchenland“ in Herzberg haben dazu Bilder gemalt.
Birgit RudowDer Herzberger Winterstorch wird langsam wählerisch. Er gibt sich jetzt nicht mehr nur mit dem Horst auf dem Schornstein am Landratsamt zufrieden, sondern wechselt ab und an zum Übernachten auch in das Nest in der Badstraße beim Blumenhaus Petzold. Vermutlich, so Sabine Lehmann, Storchenbeauftragte für den Altkreis Herzberg, hat er seinen Aktionsradius ausgeweitet und sucht jetzt auch in der Nähe des Sportplatzes und der Bahngleise nach Futter.
Genug Nahrung vorhanden
Noch, so sagt Sabine Lehmann, ist der Zustand des Storches unbedenklich. „Er hält uns die Treue und muss auch noch nicht gefüttert werden. Er findet noch genug Nahrung. Zwar ist die Verletzung am Flügel immer noch erkennbar, sie scheint den Storch aber nicht zu stören“, sagt sie. Mit der unteren Naturschutzbehörde ist sie sich in dieser Einschätzung einig.
Der Adebar steht unter strenger Beobachtung. Die Anwohner schauen regelmäßig nach ihm. Außerdem ist das Interesse an dem Herzberger Winterstorch auch über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus groß. Sabine Lehmann steht in Kontakt mit dem Revierförster Gernod Heindel aus Reddern, der dort eine Storchenauffang- und Pflegestation unterhält, in die man den Storch wohl bringen wird, wenn es im Winter nicht mehr anders geht. Der Storchenhof Lohburg hat sich bei Sabine Lehmann gemeldet, ebenso der Verein „Aktion Tier“ aus Berlin oder der NABU Potsdam. „Wir staunen immer wieder, wie viel Aufmerksamkeit unser Storch erzeugt“, sagt Sabine Lehmann.
Kinder malen Bilder
Aber auch vor der „Haustür“ ist er ein Thema. So haben die Kinder Gruppe von Erzieherin Karin Gebauer aus der Integrationskita „Märchenland“ in Herzberg Bilder zu dem Storch gemalt. Und sie haben ihm auch einen Namen gegeben. Schwarzweißchen soll er heißen.
