Für den Landkreis Elbe-Elster gilt seit Mittwoch die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5, die für „sehr hohe Gefahr“ steht. Das hat das Brandenburger Landesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz in Potsdam mitgeteilt. Elbe-Elster ist aktuell der einzige Kreis im Land, in dem die höchste Warnstufe gilt, in fast allen anderen steht der Waldbrand-Gefahrenindex aber auf der zweithöchsten Stufe „hohe Gefahr“.
Mit der Einstufung sind keine unmittelbaren Verhaltensauflagen verbunden. Ab einer Waldbrand-Gefahrenstufe von 4 können die betroffenen Kreise, beziehungsweise die unteren Forstbehörden, aber Betretungsverbote für den Wald anordnen. „Davon wird jedoch nur selten Gebrauch gemacht“, so das Ministerium. Verbote für Feuer im Wald oder innerhalb von 50 Metern bis zum Waldrand sowie dafür, den Wald mit Kraftfahrzeugen zu befahren, gelten unabhängig von der Gefahrenstufe.

Falkenberg

Großer Waldbrand in Elbe-Elster und der Gohrischheide Ende Juni

In Elbe-Elster und jenseits der sächsischen Landesgrenze hatte es Ende Juni einen sehr großen Waldbrand gegeben, der von Feuerwehr und anderen Helfern erst nach Ausrufung einer Großschadenslage und der damit verbundenen landesweiten Rekrutierung von Kräften eingedämmt werden konnte.
Aber auch zuvor hatte es in Elbe-Elster schon verschiedene kleinere Forst- und Waldbrände gegeben. Ein heißer und trockener Sommer sorgt für die Bedingungen, unter denen das Feuer-Risiko vor allem in Kiefern-Beständen steigt.

Zeithain / Mühlberg