Wahl 2024 Herzberg: Fast alle Stadtverordneten treten erneut an

Das Bürgerzentrum ist die Tagungsstätte der Herzberger Stadtverordneten. Wer wird hier ab Sommer dieses Jahres die Stadtpolitik machen und bestimmen?
Sven GückelIn sechs Wochen wählen die Herzbergerinnen und Herzberger ihre neue Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte in zehn von elf Ortsteilen. Für den Ortsbeirat Borken war bis zur erforderlichen Frist kein Wahlvorschlag eingegangen. Die Borkener bekommen eine zweite Chance.
Die Wahl in Borken soll innerhalb der nächsten sechs Monate stattfinden. Doch Borken scheint die große Ausnahme im Herzberger Stadtgebiet zu sein. Denn anhand der eingereichten Wahlvorschläge für die SVV und die Beiräte in den anderen Ortsteilen ist von Müdigkeit in Sachen Lokalpolitik nichts zu spüren. Für die meisten Gremien haben sich mehr Kandidaten aufstellen lassen als bei den letzten Kommunalwahlen 2019.
Wahl in Herzberg: Neun Kandidaten mehr als 2019
Für die Herzberger Stadtverordnetenversammlung (18 Sitze plus Bürgermeister) liegen acht Wahlvorschläge vor, auf denen die Namen von insgesamt 64 Kandidaten stehen. Vor fünf Jahren waren es 55 Kandidaten auf sieben Wahlvorschlägen.
Zu den Wahlvorschlägen von CDU, SPD, der AfD, der Ländlichen Wählergruppe Kreisstadt Herzberg (LWG) und „Herzberg zählt“ (HZ) kommen zur Wahl am 9. Juni Vorschläge der Linken, der FDP und der Wählergemeinschaft „Initiative Herzberg“ (IH). Die NPD tritt nicht mehr an und es gibt auch keine Einzelbewerber.
Kandidatenlisten für Herzberg: Jugend nur gering vertreten
Die meisten Kandidaten (20) stellt „Herzberg zählt“, gefolgt von der LWG mit 19. Bis auf Frank Lehmann (HZ), der beruflich in die Stadtverwaltung gewechselt ist, treten alle in der aktuellen Stadtverordnetenversammlung vertretenen Abgeordneten auch zur Wahl der neuen SVV wieder an. Einige von ihnen haben sich allerdings neu orientiert. So ist zum Beispiel der 2019 als Einzelkandidat angetretene Mario Lehmann jetzt auf der Kandidatenliste der LWG zu finden. Jens Ott wechselte von der LWG zu HZ und Dirk Ebenroth von der LWG zur CDU. Es finden sich aber auch viele neue Namen auf den Wahlvorschlägen. Ältester Kandidat ist im übrigen Helmut Boche (Jahrgang 1947, LWG). Nur schwach vertreten ist die Jugend. Lediglich acht der 64 Kandidatinnen und Kandidaten sind 1989 oder später geboren, nur zwei von ihnen nach 2000.
Viele Kandidaten für Ortsbeiräte
In den Ortsteilen gibt es (außer Borken) genügend Kandidaten für die neu zu wählenden Ortsbeiräte. Zumeist gehören sie der Ländlichen Wählergruppe oder örtlichen Wählergruppen und Wählergemeinschaften an. Auffallend viele Kandidaten gibt es in Buckau. Dort sind es insgesamt acht - drei aus der Wählergruppe Bürger für Buckau I, vier aus der Wählergruppe Bürger für Buckau II und ein Einzelkandidat. Auch in Gräfendorf stehen sieben Bürgerinnen und Bürger zu Wahl. Drei gehören der LWG an und vier der Gräfendorfer Interessengemeinschaft. Gar zehn Kandidatinnen und Kandidaten sind es in Züllsdorf - einer für die CDU, zwei für die AfD, drei für die LWG und vier für die Wählergruppe Züllsdorf.

