Verbandsgemeinde Liebenwerda
: Neuer Verwaltungsstandort eröffnet

Die Arbeiten sind abgeschlossen, am Standort in der Heinrich-Zille-Straße in Falkenberg kann die Arbeit uneingeschränkt aufgenommen werden. Wird es ein effizientes Arbeiten?
Von
Rico Meißner
Falkenberg
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Mit dem musikalischen Beitrag von "Freude, schöner Götterfunken" durch die Schüler der 6a der Astrid Lindgren Grundschule der Stadt, ging der Verwaltungsstandort komplett in Betrieb.

Mit dem musikalischen Beitrag von „Freude, schöner Götterfunken" durch die Schüler der Klasse 6a der Astrid-Lindgren-Grundschule der Stadt, ging der Verwaltungsstandort komplett in Betrieb.

Rico Meißner
  • Neuer Verwaltungsstandort in Falkenberg eröffnet, Arbeiten in der Heinrich-Zille-Straße abgeschlossen.
  • Gebäude: Ehemalige Schule von 1895, Umbau zum Verwaltungszentrum startete 2014.
  • Bauamt, Ordnungsamt und Archiv nun vor Ort – Fokus auf effizientes Arbeiten und Dienstleistungen.
  • Verzögerungen durch Brandschutz, Aufzug, Dachterrasse, Corona und Ukrainekrieg erhöhten Kosten.
  • Bürgerbeteiligung bei der Eröffnung gering, Zielgruppe unterrepräsentiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Hinter den Kulissen der Verwaltung“ – das war das Motto, das sich Falkenberg zu seinem Tag der offenen Tür für den Verwaltungsstandort in der Heinrich-Zille-Straße auf die Fahnen geschrieben hatte. Der Grund dafür? Der Abschluss von Baumaßnahmen, die seit Jahren andauerten.

Letztlich ging es darum, aus dem Schulgebäude, das der Backsteinbau von 1895 bis 2011 war, etwas komplett Anderes zu machen. In jenem Jahr erfolgte aufgrund eines Kreistagsbeschlusses die Schließung des Schulstandortes. 2014 begann man dann, das Ganze als Verwaltungsstandort auf der Nordseite quasi neu aufzuarbeiten. Die südliche Seite diente einige Jahre als Ausweichquartier für die Kitas der Stadt, die in der jeweiligen Zeit ebenfalls vollumfänglich saniert wurden.

Mit Baustart 2021 wurde dann auch dieser Teil, der heute das Bauamt beherbergt, in Angriff genommen. Brandschutzdecken, statische Fragen (gerade hinsichtlich der Dachterrasse), der Einbau eines Aufzuges, Corona und Ukrainekrieg: All das waren Faktoren, die Planungen und Ausführungen in die Länge zogen und nicht zuletzt auch Kosten erhöhten. Goldene Türklinken gibt es allerdings trotzdem nicht.

Ort für verlässliches Arbeiten

Am Freitag (26. September) nun die Erlösung: Die Arbeiten sind abgeschlossen, die Einrichtung kann ihre Funktionen vollumfänglich übernehmen. Neben dem Bauamt ist auch das Amt für Ordnung und Recht und das Archiv in dem Gebäudekomplex angesiedelt.

Stephan Bawey, ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt, nutzte seine Rede unter anderem dazu, den Mitgliedern der Verwaltung, neben anderen Involvierten auch, zu danken, die nicht nur „Dienst nach Vorschrift geleistet hätten“, sondern auch mit Herzblut bei der Sache gewesen seien.

Claudia Sieber, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, schlug eine ähnliche Richtung ein und drückte es am Ende ihrer Rede so aus: „Es soll ein Ort für verlässliches Arbeiten sein und für effiziente Dienstleistungen.“

Eigentliche Zielgruppe deutlich unterrepräsentiert

Das wäre mit Sicherheit ein Wunsch, den viele Einwohner der Verbandsgemeinde in dieser Form unterschreiben würden. Denn Witze über Effizienz und Bürokratie im gleichen Atemzug kommen im Volksmund nicht von ungefähr.

Sowohl Aufzug als auch Dachterrasse haben während der Umbaumaßnahmen für einige Verzögerungen und Herausforderungen gesorgt.

Sowohl Aufzug als auch Dachterrasse haben während der Umbaumaßnahmen für einige Verzögerungen und Herausforderungen gesorgt.

Rico Meißner

Dies war im Übrigen ein weiterer Punkt, der am Freitag (26. September) auffiel. Denn jene, die das Gebäude hauptsächlich für ihre Anliegen nutzen sollen, also die Bürgerinnen und Bürger, waren irgendwie bei der Anzahl der Gäste unterrepräsentiert.