Umfrage in Elbe-Elster: Bürger blicken auf 2024 – Jahr voller Höhen und Tiefen

Renate und Siegmar Baumgart sind dankbar für das ruhige, gute Leben, dass sie in Herzberg führen. Die Umfrage fand vor dem Anschlag in Magdeburg statt, daher konnten sie dazu nicht mehr befragt werden.
Isabell Hartmann- Bürger im Elbe-Elster-Kreis blicken auf ein bewegtes Jahr 2024 zurück.
- Renate und Siegmar Baumgart sind dankbar für ihr ruhiges Leben in Herzberg.
- Birgit Beyer hat Sport und Kultur 2024 genossen; wünscht sich 2025 mehr kulturelle Aktivitäten.
- Der Anschlag in Magdeburg überschattet das Jahr; Beate Weitzer und Manuel Herrmann hoffen auf besseren Umgang.
- Bürger haben klare Wünsche für 2025: mehr Zusammenhalt, bessere Bildung und Renten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu, und die Bürger des Elbe-Elster-Kreises blicken auf ein bewegtes Jahr zurück. In einer Umfrage wurden sie befragt, was ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist, welche Erfolge sie feiern konnten, was sie bereuen und welche Vorsätze sie für das kommende Jahr haben. Auch die Reaktionen auf die tragischen Ereignisse in Magdeburg wurden thematisiert.
Birgit Beyer: Ein Jahr voller Bewegung und Kultur
Birgit Beyer, eine Großmutter von drei Enkeln, ist mit dem Jahr 2024 sehr zufrieden. „Ich habe viel Sport gemacht und bin regelmäßig zum Tanzunterricht ins Haus des Gastes in Falkenberg gegangen“, erzählt sie stolz. Ein besonderes Highlight war für sie die Teilnahme an einem Auftritt der Falkenberger Tanzmäuse e.V. „Sport und Kultur sollen auch 2025 eine große Rolle in meinem Leben spielen. Ich möchte vermehrt ins Theater gehen“, fügt sie hinzu. Doch Birgit Beyer hat auch klare Vorstellungen, was sich im neuen Jahr verbessern muss: „Bildung und Rente sind wichtige Themen. Es sollten mehr finanzielle Mittel für Rentner zur Verfügung gestellt werden, die jahrzehntelang gearbeitet haben. Für meine Enkel wünsche ich mir ein besseres Schulsystem.“

Birgit Beyer hat 2024 viel Sport getrieben und einen Auftritt für den Falkenberger Tanzmäuse e.V. absolviert. Nächstes Jahr steht mehr Kultur auf ihrem Programm. Auch sie konnte zum Anschlag nicht mehr befragt werden.
Isabell HartmannRenate und Siegmar Baumgart: Dankbarkeit und Zusammenhalt
Renate und Siegmar Baumgart, 80 und 84 Jahre alt, blicken dankbar auf ein ruhiges Jahr zurück. „Wir leben gut und sicher in Herzberg, unsere Kinder haben alle Arbeit, und wir freuen uns besonders, dass wir es geschafft haben, zu Weihnachten die Familie zu versammeln“, berichtet das Ehepaar. Zusammenhalt in der Familie sei ihnen sehr wichtig. Für 2025 hat Siegmar Baumgart einen besonderen Wunsch: „Mehr Zusammenhalt auch in den Parteien. Ich bin ein SPD-Fan und hoffe auf mehr Unterstützung für meine Partei“. Der studierte Landwirt, der 1945 nach Herzberg kam und den Aufbau und Niedergang der DDR miterlebt hat, erwartet von seiner Partei, dass sie nicht die gleichen Fehler wiederholt. „Die Wirtschaft sollte vor allem gestärkt werden“, betont er.
Kurz nach der Umfrage ereignete sich der tragische Anschlag in Magdeburg am 20. Dezember 2024, bei dem fünf Menschen getötet und mehr als 200 Personen verletzt wurden. Der Täter war der Mediziner Taleb al-Abdulmohsen. Die Befragten konnten sich daher nicht mehr dazu äußern.
Reaktionen auf die Tragödie von Magdeburg
Für Beate Weitzer aus Finsterwalde überschattet dieses Ereignis das ganze Jahr 2024. „Das ist eine unglaubliche Tragödie, die Toten und Verletzten“, erklärt sie. „Ich bin immer noch geschockt, da denke ich gar nicht mehr an meine eigenen Vorsätze und Wünsche. Zudem bin ich auch enttäuscht über die rassistischen Angriffe mancher Bürger in Magdeburg, die ihre Wut jetzt an Unschuldigen auslassen. Für 2025 wünsche ich mir daher einen besseren Umgang untereinander und dass sich die Leute nicht mehr so aufhetzen lassen.“
Ähnlich sieht das Manuel Herrmann. Er wohnt in einem Dorf in der Nähe von Herzberg. „Ich verstehe zwar die Wut der Leute“, sagt er, „aber es hilft doch nicht, jetzt wahllos Menschen anzugreifen, nur weil sie ausländischer Herkunft sind.“ In seinen Augen ist für die Verunsicherung in der Bevölkerung, die sich dann, wie er sagt, manchmal in Hass entlädt, Behördenversagen verantwortlich. „Der Täter war über Jahre auffällig und außer einer Gefährderansprache ist nichts passiert. Da braucht man sich nicht wundern, wenn manche Leute dann die Dinge selbst in die Hand nehmen wollen“, fügt er hinzu. Auch er wünscht sich für 2025 ein liebevolleres Miteinander in der Bevölkerung.

