(lrs) Mit einem Paukenschlag hat die Rückrunde der Tischtennis-Verbandsliga begonnen. Der TTC Empor Herzberg schlug vor heimischer Kulisse völlig überraschend Spitzenreiter Post Brandenburg mit 9:5. Das mit Spannung erwartete Lausitzer Derby gewann der TTC Finsterwalde bei der SpVgg. Finsterwalde hauchdünn mit 9:7.
TTC Empor Herzberg - TTC Post Brandenburg 9:5. Die Partie war von Beginn an hart umkämpft und verlief völlig ausgeglichen. Allein sechs der ersten sieben Spiele wurden im fünften Satz entschieden. Herzberg erwischte den besseren Start und ging mit 3:1 in Führung. Doch als die Gäste drei Einzel in Folge mit 3:2 gewonnen hatten und damit selbst 4:3 vorn lagen, schien der Favorit von der Havel seiner Rolle gerecht zu werden. Herzberg schüttelte die knappen Niederlagen aber ab und drehte das Spiel wieder zu seinen Gunsten. Reno Bergemann, Marcell Schulze und Steffen Thiere siegten dank starker Leistungen jeweils mit 3:0.

Zwar verlor anschließend Hartmut Vierk seine Partie, doch auch Tristan Kretschmer und Frank Richter gaben in ihren Spielen keinen Satz ab und bauten den Vorsprung damit auf 8:5 aus. Für den umjubelten Siegpunkt sorgte Reno Bergemann, der im fünften Durchgang knapp die Oberhand behielt.

Herzberg: Steffen Thiere (2,5); Hartmut Vierk (0,5);  Tristan Kretschmer (1,0); Frank Richter (1,5); Reno Bergemann (2,5); Marcell Schulze (1,0).

 

SpVgg. Blau-Weiß Vetschau - TTC Finsterwalde 7:9. Für beide Teams war die Begegnung vermutlich die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Dementsprechend angespannt ging es in die Doppel. Hier kamen die Hausherren zunächst besser aus den Startlöchern. Vetschau ging mit 2:1 in Führung und baute seinen Vorsprung anschließend auf 3:1 und 5:2 aus. Die Revanche für die deutliche 3:9-Hinspielniederlage schien in greifbare Nähe gerückt zu sein. Vor allem nachdem Philipp Müller im Spitzeneinzel den Finsterwalder Topspieler Dirk Schiffler glatt mit 3:0 bezwungen hatte und Vetschau nun 6:4 vorn lag.

Bei den Hausherren riss aber anschließend der Faden. Für die Gäste läutete Jens Richter durch einen 12:10-Sieg im Entscheidungssatz gegen Robin Wittke die Wende ein. Chris Hanisch glich gegen Matti Klein aus, Olaf Hensel und Georg Schulz brachten Finsterwalde mit 8:6 in Front. Zwar verkürzte Routinier Peter Schulze durch einen Sieg über Toni Böhme noch einmal auf 7:8, im Abschluss-Doppel waren Jens Richter und Chris Hanisch gegen Müller/Wittke aber das bessere Team.

Finsterwalde verkürzte durch den Sieg den Abstand zum Relegationsplatz auf zwei Zähler, während Vetschau bei vier Punkten Rückstand nur noch minimale Chancen hat, den Abstieg zu verhindern.

Vetschau: Philipp Müller (2,5); Robin Wittke (0,5); Matti Klein (1,5); Matthias Schütz (1,0); Benjamin Musisi (0,5); Peter Schulze (1,0).

Finsterwalde: Dirk Schiffler (1,0); Jens Richter (1,5); Chris Hanisch (1,5); Olaf Hensel (1,0); Georg Schulz (2,5); Toni Böhme (1,5).