Tierparkfest Herzberg 2024: Angebot, Programm, das ist neu auf dem Fest

Das Nostalgie-Riesenrad der Schaustellerfamilie Krämer steht auf dem Festplatz in Grochwitz. Hier beginnt das Tierparkfest 2024 in Herzberg.
Birgit RudowMit vollem Programm beginnt am Mittwoch (1. Mai) das diesjährige Herzberger Tierparkfest. An fünf Tagen werden bei (laut Meteorologen) schönstem Frühlingswetter wieder tausende Gäste auf dem Festgelände am Tierpark in Grochwitz erwartet. Das Fest ist sozusagen der „heiße“ Start in die Freiluftsaison und für die heimischen Schausteller der erste Höhepunkt des Jahres, dazu noch in heimischen Gefilden.
Für das Tierparkfest bis zum Sonntag geben die Organisatoren des Fördervereins Tierparkfest grünes Licht. Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Fahrgeschäfte, Buden und Bühnen aufgestellt, der Park ist geschmückt. „Wir sind gerüstet“, sagt der Vereinsvorsitzende und Schausteller Michael Krämer.
Verbundenheit prägt das Tierparkfest in Herzberg
Mehr als zehn große Fahrgeschäfte haben die Schausteller mitgebracht. Sie werben mit einer neuen Attraktion in Herzberg: der Riesenschaukel Jungle-Beat von der hiesigen Schaustellerfamilie Freiwald. Und noch eine Besonderheit gibt es in diesem Jahr. Das Riesenrad - Wahrzeichen des Festplatzes zum Tierparkfest - kommt diesmal nicht aus Berlin, sondern aus Herzberg. Michael Krämer hat es kürzlich erworben.
Es wird sich ab Mittwoch offiziell erstmals in Herzberg für die Öffentlichkeit drehen. Vor einigen Tagen ist es auf dem Festplatz mit einem Gottesdienst eingeweiht worden. Viele Schaustellerfamilien, Mitglieder und Freunde des Tierparkfestvereins und Organisatoren des Festes waren gekommen, um Michael und Isabell Krämer viel Glück mit ihrem neuen Fahrgeschäft zu wünschen.
Die Einweihung hat erneut den engen Zusammenhalt der Schausteller untereinander und mit ihrer Stadt demonstriert - eine Verbundenheit, die das Tierparkfest von Beginn an prägt.
In 20 Gondeln passen 120 Leute
Das Riesenrad auf dem Festplatz hat eine Geschichte. Der Pfarrer für Circus- und Schaustellerseelsorge der evangelischen Kirche Mitteldeutschland, Klaus Zebe, hat sie bei der Einweihung erzählt. Das Nostalgie-Riesenrad ist 2011 in Italien gebaut worden. Bis vor kurzem gehörte es Rico Sperlich, einem Cousin von Isabell Krämer.
Er hat es der Verwandtschaft angeboten, und die hat sich für das Riesenrad entschieden, obwohl sie es eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte. „Wheel of circus“ steht über dem Eingang, was so viel bedeutet, wie „Rad des Zirkus“. Michael Krämer knüpft daran Erinnerungen. Er kommt vom Zirkus, war einst Artist und Clown, berichtet Klaus Zebe. Da schließt sich ein kleiner Kreis.
Das Riesenrad hat 20 Gondeln, in die 120 „Passagiere“ passen. Es ist 30 Meter hoch. Von oben hat man dann einen guten Blick über die Stadt. Weil das Tierparkfest ein Heimspiel für die Herzberger Schausteller ist, wurde es erst jetzt feierlich eingeweiht, obwohl es schon zwei „Einsätze“ hinter sich hat. Zeit und Ort hätten nicht besser gewählt werden können. „Ein Rad beschreibt den Kreislauf des Lebens. Kein Fahrgeschäft hat eine solche Symbolkraft wie ein Riesenrad. Es ist der Kirchturm der Rummelplätze“, so der Schaustellerpfarrer.
Das Aufstellen vom Riesenrad klappt immer besser
Michael Krämer ist seit dem Jahr 2000 selbstständiger Schausteller, das Riesenrad sein insgesamt siebentes Fahrgeschäft. Mit dessen Erwerb hat er den Kettenflieger in andere Hände gegeben. Vater und Sohn gehen jetzt mit zwei Fahrgeschäften auf Reisen und hoffen darauf, möglichst oft gemeinsam auf einem Platz stehen zu können.
Mit dem Riesenrad hat Michael Krämer einen kleinen Neustart hingelegt. „Allein schafft man das aber nicht“, sagt er und dankt seiner Familie, seinen Freunden und seiner gesamten Crew. Das Aufstellen klappe von Mal zu Mal besser und schneller, lobt Krämer.

Pfarrer Klaus Zebe weiht das Riesenrad der Familie Krämer feierlich ein. An der Zeremonie auf dem Festplatz haben wenige Tage vor Beginn des Tierparkfestes zahlreiche Schausteller aus Herzberg und der Region, sowie Freunde und Bekannte teilgenommen.
Birgit RudowNeben Riesenrad und Jungle-Beat erwarten die Tierparkfestbesucher aber auch diesmal noch viele andere Fahrgeschäfte, die sie kennen und lieben, wie Autoscooter, Aviator, Break-Dance, Geisterbahn, Piratenschiff, Gaudi-Schunkler, Simulator oder Kinderfahrgeschäfte. Dazu kommen die Buden, an denen man sein Glück versuchen kann und die kleinen und großen Stände mit vielen Leckereien. Der Festplatz bildet wieder das Zentrum des Tierparkfestes, aus dem das Riesenrad herausragt, wie der Kirchturm aus dem Dorf.
Volles Programm zum Auftakt
● Der Eintritt zum Herzberger Tierparkfest ist grundsätzlich frei.
● Parkplätze (moderat kostenpflichtig) sind ausgeschildert.
● Die Schausteller haben die Preise vom Vorjahr beibehalten, sagt Michael Krämer.
● Ihm ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass Kiffen auf dem Festgelände verboten ist.
● Das Fest beginnt am Mittwoch (1. Mai) mit dem traditionellen Sponsorenfrühschoppen für geladene Gäste. Da dürfte die Stimmung im Festzelt mit den „Grumis“ wieder überkochen.
● Etwas ruhiger geht es ab 11 Uhr im Park beim Frühschoppen mit den „Plessaer Mühlenmusikanten“ zu.
● Um 11 Uhr öffnen auch der große Kreativspielplatz und der Vergnügungspark.
● Das „Blauhaus“ lädt ab 14.30 Uhr zur großen Kaffeetafel in den Park ein.
● Ab 14.30 Uhr zeigt die Tanzgruppe „HERZ-KINDER“ auf der Bühne im Park erstmals ihr Können und um 15 Uhr treten die „Hamburger Lokalpiloten“ auf.
● Am Abend ist Partyzeit. Im Festzelt beginnt um 21 Uhr die Herzberger Partynacht mit DJ Petschke. Zur gleichen Zeit spielt im Park die Partyband „Rockpirat“.
● Der Donnerstag (2. Mai) gehört ganz den Rummel-Liebhabern.
● Die Schausteller laden ab 16 Uhr zum Familientag mit Doppeldeckeraktion bei den Fahrgeschäften ein: zweimal fahren - einmal zahlen.

