(pm/ru) Am 18. Juli wurde in einem Ortsteil von Schönewalde eine Tierhaltung aus tierschutzrechtlichen Gründen aufgelöst, teilte die Kreisverwaltung am Montag mit. An der Aktion waren Tierärzte des Amtes für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft beteiligt. Sie wurden von einem großen Tierschutzverein, einem Pferdehof, vom Ordnungsamt Schönewalde und der Polizei unterstützt. 15 Pferde, 22 Katzen und acht Hunde wurden anderweitig untergebracht.

„Die Tierhalter, ein Ehepaar mit anderweitigem Wohnsitz im Landkreis, hielten diese Tiere nicht nur unter schlechten bis katastrophalen Bedingungen, sondern haben seit 2012 ein bestandskräftiges Tierhaltungs- und Betreuungsverbot für Tiere jeder Art. Daher war die aufgelöste Tierhaltung rechtswidrig“, so die Leiterin des Veterinäramtes Ilona Schrumpf. Die Tiere seien unter extrem schlechten Bedingungen gehalten worden und dienten offensichtlich nur dem Zweck, mit der Zucht unter minimalem Einsatz viel Geld zu verdienen, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

Alle Tiere befanden sich in mäßigem bis schlechtem Ernährungs- und Pflegezustand, waren nicht oder unzureichend entwurmt und geimpft sowie offensichtlich nicht tiermedizinisch versorgt. Die Katzen (darunter auch viele junge Tiere und vier erst einige Tage alte Katzenkinder) und Hunde werden vorrübergehend in einem Tierheim gepflegt, tierärztlich versorgt und anschließend in liebevolle Hände vermittelt. Auch die Pferde, zum Teil mit Fohlen, bedürfen einer intensiven Betreuung und tierärztlichen Behandlung, bevor sie veräußert werden können.

Das Amt rät allen Bürgern, die ein Jungtier von einem Züchter übernehmen möchten, sich unbedingt die Haltung vor Ort anzuschauen. Sollte dies abgelehnt werden oder die Haltung in keinem guten Zustand sein, sollte kein Tier übernommen werden. Im Zweifelsfall kann das Veterinäramt informiert werden.