Strandfest am Kiebitzsee 2023: Falkenberg feiert verhalten – mehr Engagement erwünscht

Beim Strandfest am Kiebitz war tagsüber vor allem bei den Sportevents einiges los.
Dieter MüllerVolle Hütte bei den Abendveranstaltungen, sehr überschaubares Besucherinteresse am Tage. Dazu noch der Regen am Sonntag. „Zum Glück war es aber nicht so schlimm wie in Wacken“, meint Tino Veit, einer der drei Organisatoren des Falkenberger Strandfestes. Schade nur, dass die (für die Veranstalter) teuersten Acts ausgerechnet am verregneten Sonntag (6. August) stattfanden. „Dafür sind noch erstaunlich viele Besucher gekommen“, so Veit, der das Event 2020 als privater Veranstalter mit André Krämer aus Cottbus und Marcel Lenk aus Wittenberg übernommen hat.
In erster Linie Fest für die Falkenberger
Das Strandfest hatte also mehrere Gesichter. Die Besucherzahl sei ähnlich hoch gewesen wie im vergangenen Jahr. Nur habe sich das durch den geänderten Veranstaltungsaufbau mehr verlaufen, sagt Veit. Großes Interesse fanden tagsüber die sportlichen Wettkämpfe wie das Volleyballturnier unter der Regie von Toni Schirm oder die WM-Qualifikation im Bankdrücken, organisiert von Frank Kutzsch.
„Solche Leute wie diese beiden bräuchten wir noch mehr“, so Tino Veit. Er findet es schade, dass sich außer einige wenige, nicht noch mehr Falkenberger Vereine an dem Fest beteiligen. Auch die Tagesveranstaltungen zu einer runden Sache zu machen, das müssten die Vereine selbst übernehmen. Selbst wenn das Event privat gemanagt wird, sei es doch vor allem ein Fest für die Falkenberger, sagt er.
Missgunst und Neid sind nicht angebracht
Tino Veit vermutet vielleicht sogar Missgunst und Neid. Bei zwölf Euro Eintritt für einen Tag und fünf Euro für ein Bier würden manche denken, die Veranstalter werden reich, meint er. Dabei sei das Strandfest ein Riesengewaltakt und die Kosten seien in vielen Bereichen bis um die Hälfte gestiegen. Außerdem würden private Ausrichter nicht so viele Spenden bekommen, wie Vereine oder Kommunen. Viele würden nicht sehen, was alles an so einem Fest dran hängt und was alles bezahlt werden muss, sagt Veit.
Im kommenden Jahr soll es dennoch wieder ein Strandfest am Kiebitz geben. Dann will sich auch der Bungalowverein engagieren. „Wir brauchen Leute mit Idee. Wenn jemand mitmachen möchte, finden wir einen Weg und unterstützen ihn“, sagt Tino Veit. Über info@velvet.de kann man jederzeit Kontakt aufnehmen.
