Als die Einwohner von Freileben im jüngsten Ort des Elbe-Elster-Kreises im Jahr 2018 zu ihrer 70-Jahrfeier das erste Seifenkistenrennen im Rahmen des Mitteldeutschland-Cups ausgetragen haben, wollten sie dieses Highlight zur Tradition werden lassen.
Niemand ahnte damals, dass man auf das nächste Rennen vier Jahre warten muss. Nun fällt die Cup-Serie, wahrscheinlich wegen der im Frühjahr nicht einzuschätzenden Corona-Unsicherheiten, in diesem Jahr zwar aus, die Freilebener fahren aber trotzdem. Und zwar am Samstag, 9. Juli.
„22 Fahrer aus der Cup-Serie werden an den Start gehen. Sie kommen aus Brandenburg, Sachsen oder Sachsen-Anhalt. Die fahren richtig professionelle und teure Kisten“, sagt Bürgermeister Marcus Klee, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.
Ein Dorf feiert 70-jähriges Bestehen (Geschwindigkeits)rausch zur Party

Freileben

Zehn Prozent Gefälle und Kopfsteinpflaster

Aber auch die „Heimfahrer“ aus Freileben, Lebusa, Jüterbog und Hohenbucko dürfen mitmachen. Viele von ihnen haben ihre Seifenkisten von 2018 noch einmal aufgemotzt oder neue gebaut. Gewertet wird natürlich getrennt. Vom Friedhof geht es dann rasant runter ins Dorf – etwa 700 Meter mit bis zu zehn Prozent Gefälle im ersten Abschnitt, Kopfsteinpflaster und zwei scharfen Kurven.
Ziel ist an der Kartbahn, wo es abends in der Karthalle auch eine After-Race-Party gibt. Das einzige, was sich Marcus Klee wünscht, ist trockenes Wetter. 2018 hat es mächtig geregnet. Für alles andere sorgen die Freilebener selbst. Mit schnellen Gefährten haben sie schließlich ihre Erfahrungen.