S4 Falkenberg - Leipzig: Neue Proteste für Linienerhalt angekündigt

Bereits vergangenes Jahr gab es Widerstand in Falkenberg gegen Abschaffung der S-Bahn-Linie S4, der auch in einer Pressekonferenz am Bahnhof überaus deutlich artikuliert wurde.
Rico Meißner (Archivbild)- Neue Proteste für den Erhalt der S-Bahn-Linie S4 zwischen Leipzig und Falkenberg geplant.
- Strecke bis Ende 2026 gesichert, mögliche Einstellung danach nicht ausgeschlossen.
- Protest am 30. Januar ab 8.30 Uhr am Bahnhof Falkenberg angekündigt.
- Landräte und Bürgermeister fordern Unterstützung der Länder Sachsen und Brandenburg.
- S4 täglich von 500 Fahrgästen genutzt, wichtige Verbindung für die Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im letzten Jahr hatte der geplante Wegfall der Zugverbindung der S-Bahn Linie S4 zwischen Falkenberg und Leipzig für einen Aufschrei gesorgt. Nicht nur Dutzende Pendler wären als Nutzer betroffen, sollte die Verbindung eingestellt werden. Auch die Zukunftsaussichten der Regien seien dadurch stark beeinträchtigt, besonders im Hinblick auf die Erweiterung des Luftwaffenstützpunktes Schönewalde/Holzdorf.
Der Hintergrund der ganzen Aufregung basiert darauf, dass nach einer Analyse im Auftrag des Zweckverbandes ZVNL (Zentraler Nahverkehrsraum Leipzig) rund eine Million Zugkilometer eingespart werden müssten, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können. Dies entspräche einer Reduzierung von rund 7,7 Prozent.
Da der Zweckverband keine weiteren Möglichkeiten sieht, Mehreinnahmen zu generieren, sollen zunächst Anpassungen bei den bestellten Zugkilometern im Gesamtnetz vorgenommen werden. So wurde damals beschlossen, besonders kostenintensive Streckenabschnitte in der kommenden Leistungsperiode nicht mehr zu bestellen. Dazu gehört unter anderem die S4 auf dem Abschnitt von Torgau bis zur Landesgrenze Brandenburg.
Wann in Falkenberg für den S4-Linienerhalt protestiert wird
Nach den ersten Aufregungen und Protesten kam dann die „Entwarnung“, dass die Strecke bis Ende 2026 auf jeden Fall gesichert sei. Ganz vom Tisch ist die Gefahr einer Einstellung deshalb aber noch nicht.
Aus diesem Grund wird am Freitag (30. Januar) ab 8.30 Uhr am Bahnhof Fallkenberg geplant, ein erneutes Zeichen für den Erhalt zu setzen. Neben den amtlichen und ehrenamtlichen Bürgermeistern der betroffenen Städte und Gemeinden, werden sich auch die Landräte Christian Jaschinksi (Elbe-Elster) und Landrat Kai Emanuel (Nordsachsen) an der Aktion beteiligen.
Der Hintergrund dieses Termins sei „die derzeit laufende Abstimmung zwischen den Aufgabenträgern sowie den Ländern Sachsen und Brandenburg zur Fortführung der S4 über das Jahr 2026 hinaus. Während Sachsen seine Unterstützung bereits signalisiert hat, wird von brandenburgischer Seite eine erneute schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme für den stündlichen Takt bis zur Landesgrenze erwartet. Eine solche Zusicherung gilt als entscheidend für das anstehende Beauftragungsverfahren und die Finanzierungsentscheidung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) Anfang März 2026“, heißt es in einer Ankündigung des Landkreises.
Die S4 werde täglich von rund 500 Fahrgästen genutzt und bilde eine „tragende Achse der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Region“, heißt es weiterhin.

