In das Haus I des ehemaligen Gymnasiums in der Herzberger Innenstadt zieht bald wieder Leben ein. Seit gut einem Jahr baut es der Landkreis Elbe-Elster zu einem Verwaltungssitz um. Jetzt gehen die Arbeiten ihrem Ende entgegen. „Bisher hat es keine größeren Probleme mit dem Umbau gegeben. Wenn die EDV installiert ist, könnten wir im April fertig werden“, so Ciro Scherff, Amtsleiter Gebäudemanagement der Kreisverwaltung.

53 Büroarbeitsplätze entschärfen Platzprobleme

In das Gebäude soll künftig das Amt für Familie, Jugend und Bildung der Kreisverwaltung einziehen. Damit werden die Platzprobleme im Verwaltungsstandort Grochwitzer Straße entschärft. 53 Büroarbeitsplätze sind vorgesehen. Außerdem bekommt die Kreisvolkshochschule in dem Gebäude zwei Unterrichtsräume und ein PC-Kabinett.

Die Büros sind in den alten Klassenräumen entstanden. Es wird eine Teeküche, Lagerräume und einen Archivraum geben. Im Gebäude befindet sich ein Fahrstuhl, der von außen zu betreten ist. Die Elektroanlage, Heizkörper und Sanitäranlagen wurden komplett erneuert. Momentan sind die Handwerker noch mit dem Innenausbau beschäftigt. Der Umbau kostet den Kreis etwa 1,8 Millionen Euro. 500 000 Euro davon sind Fördermittel.

Nur drei Parkplätze wegen Denkmalschutz

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, was dem Umbau gewisse Grenzen gesetzt hat. Es wurde 1861 errichtet und 1901 aufgestockt. 1989/90 hat es den Anbau erhalten. Der Denkmalschutz ist auch der Grund dafür, dass für den großen Hof nur drei Parkplätze, davon einer für Behinderte, genehmigt wurden. In Herzberg rechnen viele damit, dass sich die angespannte Parksituation in der Innenstadt mit der Inbetriebnahme des Gebäudes durch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung und den Besucherverkehr weiter verschärfen wird.