Was blüht denn da? Wie in einem richtigen Blumenbeet sieht es nicht aus auf der großen Fläche an der Grundschule Schönewalde, wo einst die alte Turnhalle stand. Vielmehr wächst hier alles mehr oder weniger wild durcheinander. Und das soll es auch.
In den vergangenen Monaten ist hier eine Blühwiese entstanden. Am 1. April hat Michael Kopka die Samen gesät. Eigentlich sollten die Kinder mithelfen. Doch Corona hatte einen Strich durch die Rechnung gemacht. So musste Michael Kopka die Samen von 32 verschiedenen Blühpflanzen alleine ausbringen und vor allem im trockenen April immer wieder wässern.
Jetzt wachsen hier Gewöhnliche Schafgarbe, Feld-Beifuß, Johanniskraut, Wiesenmargeriten, Mohn, Korbblumen, Dill, Boretsch, Ringelblumen oder schwarze Königskerzen. Manche Pflanzen sind schon einen halben Meter hoch. Wenn sie abgeblüht sind, sollen sie sich selbst aussäen. Dann wird die Wiese im kommenden Jahr noch bunter. Gemäht wird erst, wenn der Winter naht.

Acht Insektenhotels in Schönewalde

Die Kinder der Klasse von Lehrerin Kathrin Kopka waren aber ebenfalls fleißig. Im Homeschooling haben sie nach Anleitung und mit Hilfe ihrer Eltern acht Insektenhotels in verschiedenen Größen hergestellt. Schulhausmeister Lothar Linke hat dann eine Konstruktion gebaut, an der alle acht Hotels Platz haben.
Kathrin und Michael Kopka hatten sich lange gefragt, was mit der etwa 400 Quadratmeter großen Fläche an der Schule geschehen sollte. Da dort noch das Turnhallenfundament liegt und nur wenig Mutterboden aufgetragen werden konnte, war hier nicht mal Rasen ordentlich gewachsen. Mit der Blühwiese habe man eine gute Lösung gefunden, die auch den Kindern die Natur nahe bringt, sagt Kathrin Kopka. Schule und Stadtverwaltung waren sofort begeistert.
Michael Kopka hat dann in dieser Woche noch einen Sommerflieder gepfanzt. Drei weitere sollen folgen. Der Kreisbauernverband hat die Schmetterlingssträucher spendiert. Auch der Landschaftsbetrieb Tietze hat bei der Anlage der Wiese geholfen. So ist in einer großen Gemeinschaftsaktion ein schönes Umweltprojekt entstanden. Vor einigen Jahren hatte Michael Kopka mit dem Hortgarten schon einmal so ein Projekt gestartet. Es lebt heute noch.
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