Vor einigen Tagen hat der Präsident der Deutschen Lutherweg-Gesellschaft Ekkehard Steinhäuser Herzberg besucht. Grund: die Ausweitung des Lutherweges im Land Brandenburg. „Wir wollen künftig einen ostelbischen Lutherweg von Torgau bis Wittenberg schaffen und auch Falkenberg einbeziehen“, sagt Herzbergs Kulturamtsleiterin Karin Jage, die die Stadt in der Lutherweg-Gesellschaft vertritt.
Bisher verläuft er von Torgau bis Herzberg. Rehfeld, die Lößfurth, Beyern, Gräfendorf und Herzberg sind Stationen, die Luther einst besucht hat und an denen Tafeln darauf hinweisen.
Doch in Herzberg ist Schluss. Weiter ist der Weg nicht gekennzeichnet. Er hängt faktisch in der Luft. „Es ist sinnvoll, einen Lückenschluss in Brandenburg nach Wittenberg herzustellen, wahrscheinlich über Jüterbog“, so Karin Jage. Den Weg an sich gibt es schon, jetzt geht es um seine Beschilderung, die touristische Vermarktung und die Einbeziehung der brandenburgischen Orte in den Pilgerpass.

Ostelbischen Lutherweg vorstellen

Das traditionelle Treffen am Wegekreuz Lößfurth zu Himmelfahrt, das in diesem Jahr in der Hand der sächsischen Gemeinde Döbrichau liegt, soll dazu genutzt werden, das Konzept für den ostelbischen Lutherweg vorzustellen und den Lößfurtstempel zu präsentieren. Der Pilgerpass der Lutherweg-Gesellschaft für die Lutherwege in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll in seiner nächsten Auflage um Brandenburg ergänzt werden, so Karin Jage. Auch Bayern hat mittlerweile ganz im Norden einen Lutherweg um Coburg.
Gezielt auf Luthers Spuren in Brandenburg wandern oder radeln – das soll viele geschichtsinteressierte Touristen in die Region ziehen. Dafür gibt es noch einiges zu tun.