Kreismusikschule Gebrüder Graun
: Elbe-Elster will eine anerkannte Musik- und Kunstschule aufbauen

Die Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ in Elbe-Elster will sich zur anerkannten Musik- und Kunstschule entwickeln. Ein Konzept dafür liegt jetzt vor.
Von
Birgit Rudow
Herzberg
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Chris Poller, Leiter der Kreismusikschule, hat mit der Einrichtung noch viel vor.

Henry Blumroth

Die Kreisverwaltung Elbe-Elster möchte die Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ zu einer Musik- und Kunstschule erweitern. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Förderung der Musik- und Kunstschulen im Land Brandenburg. „Wir möchten eine anerkannte Musik- und Kunstschule werden und nicht einfach nur Angebote unterbreiten“, sagt der für Kultur zuständige Amtsleiter Rainer Pilz.

In der Diskussion ist eine Kunstschule schon länger. Die Musikschule hat bisher bereits einige Angebote unterbreitet wie Malkurse, Kurse für Schmuckgestaltung, Artistik und Tanz oder Musicalaufführungen. Allerdings eher vereinzelt. Nun liegt ein erstes Konzept vor.

Die Schule soll vorrangig Kindern und Jugendlichen eine vielfältige künstlerische Bildung ermöglichen. Auch Grund- und Aufbaukurse für interessierte Erwachsene sind in Abstimmung mit der Volkshochschule denkbar. Für Pädagogen können Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden. Vorgesehen sind auch kunsttherapeutische Angebote.

Brandenburg fördert Kunst an Musikschulen

Das Land fördert im Rahmen des Brandenburgischen Musik- und Kunstschulgesetzes nicht nur Musikschulen, sondern auch den Kunstbereich an Musik- und Kunstschulen. „Es gibt noch nicht sehr viele solcher anerkannten kombinierten Schulen. Wir wollen uns der Thematik jetzt konzentriert widmen“, sagt Rainer Pilz. Grundsatz sei dabei erstmal „klein, fein, gut“, so der Amtsleiter.

Chris Poller, Leiter der Musikschule, hat dazu kürzlich das Konzept vorgestellt. In diesem und im nächsten Jahr sollen die Voraussetzungen für eine anerkannte Musik- und Kunstschule geschaffen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Absicherung mit Personal, ein pädagogisches Konzept oder die Erstellung von Unterrichts- und Finanzierungsplänen. Im Schuljahr 2023/24 könnte es dann losgehen.