(ru) Ende April hat Landrat Christian Heinrich-Jaschinski neue Katastrophenschutztechnik an die ehrenamtlichen Kameraden der verschiedenen Einheiten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG, der Sondereinsatzgruppe Verpflegung des DRK-Kreisverbandes Bad Liebenwerda und der Freiwilligen Feuerwehren übergeben. Dazu gehören auch drei Mehrzweckboote für die Sondereinsatzgruppe (SEG) Wassergefahren und die Gefahrstoffeinheit Mühlberg. In einem Leserbrief an die RUNDSCHAU bemängelt B. Christoph aus Falkenberg, dass keine der Einheiten über ein geeignetes Zugfahrzeug für die Boote verfüge und die Kräfte sie nicht bedienen könnten, weil ihnen die Ausbildung dafür fehle.

Die RUNDSCHAU hat beim Leiter des Ordnungsamtes der Kreisverwaltung Reiner Sehring nachgefragt, der diese Aussage grundsätzlich bestätigt. „Die SEG Wassergefahren mit ihren beiden Trupps Tauchtrupp in Falkenberg und Bootstrupp der DLRG in Bad Liebenwerda befindet sich im Aufbau. Es stimmt, dass die Einheit zur Zeit nur bedingt einsetzbar ist. Wir warten auf die Technik, also die Zugfahrzeuge. Laut Innenministerium sollen sie im kommenden Jahr ausgeliefert werden“, so Sehring.

Was die Bootsführerscheine für die Kameraden betrifft, so erläutert er, dass früher die Landesschule diese Ausbildung vorgenommen habe. Jetzt müsse das vor Ort geschehen. Einige Kameraden hätten den Schein bereits. Für die anderen führt der Kreis mit Hilfe der Volkshochschule derzeit ein „in-house“ Seminar durch. In der übernächsten Woche würden zehn Kameraden die praktische Prüfung für den „Sportbootführerschein binnen“ ablegen. Der, so Sehring, ist Voraussetzung für den notwendigen Lehrgang „Technische Hilfe Wasser“ an der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz.

Die SEG Wassergefahren kommt bei Katastrophen und Havarien wie Hochwasserlagen zum Einsatz. „Sie unterstützt zum Beispiel den Transport von Materialien, hilft bei Ölhavarien auf Gewässern oder bei der Bergung von Personen aus Hochwasserlagen“, sagt der Ordnungsamtsleiter.