Hunde in Herzberg
: Gnadenhof bei Schlieben in Gefahr – Spendenaktion soll helfen

Die Besitzerin eines Gnadenhofs rettet vernachlässigte Hunde, die ausgesetzt wurden. Ihre Tierliebe hat sie jedoch an den Rand des finanziellen Ruins gebracht. Eine Spendenaktion soll jetzt helfen.
Von
Isabell Hartmann
Schlieben
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Monikas Hundehof in Kremitzaue bei Schlieben bietet Hunden eine liebevolle Umgebung. Die Besitzerin Monika Hartstock braucht dringend finanzielle Unterstützung, damit sie sich weiter um ihre Lieblinge kümmern kann.

Kremitzaue: Monikas Hundehof bei Schlieben bietet Hunden eine liebevolle Umgebung. Die Besitzerin Monika Hartstock braucht dringend finanzielle Unterstützung, damit sie sich weiter um ihre Lieblinge kümmern kann.

Monika Hartstock

Nachdem ihr Mann gestorben ist, sucht Monika Hartstock, 67 Jahre alt, eine Aufgabe im Leben, die sie erfüllt. Schon immer ein großer Hundefan, entschließt sie sich vor bald einem Jahrzehnt, ausgesetzten, traumatisierten Hunden ein Zuhause zu geben. Da die Tierheime im Elbe-Elster-Kreis fast immer überfüllt sind, bekommt sie von dort ihre ersten Hunde. Es kommen weitere aus Rumänien oder Weißrussland hinzu, die in ihrer Heimat sonst unsäglichem Leid ausgesetzt sind.

Eine große Hilfe ist Monikas Hundehof in Kremitzaue bei Schlieben vor allem für die Angehörigen verstorbener Hundebesitzer. Einige Hinterbliebene sind selbst nicht in der Lage, die Tiere zu versorgen und können sie so beruhigt bei Monika Hartstock abgeben. Den Hunden mangelt es an nichts.

Pleite in Herzberg durch Tierarztrechnungen

Sie haben sowohl im Haus, also auch auf dem Gelände des Hofes, der 3400 Quadratmeter umfasst, ausreichend Platz. Abgezäunte Ruhebereiche, verschiedene bequeme Schlafstätten und sogar zwei Hundepools bietet die Tierliebhaberin ihren Vierbeinern. Doch genau diese Liebe wird ihr zum Verhängnis. Zum finanziellen Verhängnis, um genau zu sein. Derzeit befinden sich 15 Hunde auf ihrem Hof, die versorgt werden müssen.

Das beginnt beim Hundefutter und hört mit Tierarztrechnungen auf. Durch den Anstieg der Inflation und der Erhöhung des Mindestlohns im medizinischen Bereich in Deutschland werden auch diese Rechnungen immer teurer. Summen von über 900 Euro pro Besuch sind keine Seltenheit. „Derzeit habe ich mit dem Tierarzt Ratenzahlung vereinbart, aber ich weiß nicht, wie lange ich auch das noch durchhalten kann. Ganze Rechnungen mit einem Mal bezahlen, kann ich schon lange nicht mehr“, sagt Monika Hartstock.

Sogar Hundepools stehen für die Vierbeiner im Sommer zur Abkühlung bereit.

Sogar Hundepools stehen für die Vierbeiner im Sommer zur Abkühlung bereit.

Monika Hartstock

Obwohl sie zu ihrer Rente noch Witwenrente bezieht, sind ihre gesamten Ersparnisse bereits aufgebraucht. Alles hat sie für ihre geliebten Vierbeiner verwendet. Mehr als 22.000 Euro hat sie ausgegeben, um alle Kosten zu decken. Zusätzliche Aufnahmen von Hunden nach der Corona-Zeit, als viele ehemalige Hundebesitzer ihre Haustiere wieder abgegeben oder gar ausgesetzt haben, sorgen für noch mehr Geldprobleme.

Monika Hartstock ist große Hundeliebhaberin. Leider ist diese Aufnahme von ihr nur abfotografiert, da sie für ein neues Foto nicht erreichbar war.

Monika Hartstock ist große Hundeliebhaberin.

Monika Hartstock

Somit beläuft sich die Summe, um überhaupt nur die noch offenen Tierarztrechnungen zu begleichen, auf mindestens 15.000 Euro. Doch nicht nur Rechnungen machen ihr das Leben schwer. Nach dreiwöchigem Dauerregen Anfang des Jahres ist der Keller ihres Hauses überschwemmt worden. Hier waren bisher auch Hunde untergebracht. Die Aufräumarbeiten und die Trockenlegung des Kellers haben weitere Kosten verursacht.

Da die Besitzerin des Gnadenhofs in Kremitzaue auch Welpen verkauft, kommt sie darüber mit einer der Interessentinnen ins Gespräch. Als diese vom Schicksal Monika Hartstocks erfährt, alarmiert sie ihre Schwiegertochter, etwas zu unternehmen. Das ist Sandra Sponagel, eine Spieleentwicklerin aus Krummensee bei Mittenwalde. Sie ist selbst Hundebesitzerin und möchte unbedingt helfen. Sie ruft über „gofundme“ eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben und will diese dauerhaft weiterlaufen lassen, um Monika Hartstock immer wieder finanzielle Mittel zukommen zu lassen, damit sie ihre laufenden Kosten decken kann.

Sandra Sponagel hat die Crowdfunding-Kampagne für Monikas Hundehof ins Leben gerufen. Sie freut sich über jede kleine Spende für die Vierbeiner.

Sandra Sponagel hat die Crowdfunding-Kampagne für Monikas Hundehof ins Leben gerufen. Sie freut sich über jede kleine Spende für die Vierbeiner.

Isabell Hartmann

Spendenaktion rettet sowohl Besitzerin als auch Hunde

Die Spendenaktion ist auf insgesamt 15.000 Euro festgelegt und läuft bereits seit knapp zwei Wochen. Bisher sind 575 Euro an Spenden zusammengekommen. Sandra Sponagel wünscht sich, dass viele Menschen dieses Projekt unterstützen. Schon kleine Summen seien hilfreich, sagt sie: „Man kann ab einem Euro spenden, viele geben fünf Euro dazu. Wirklich jede kleine Summe hilft. Und wer nicht spenden kann, würde uns sehr damit helfen, diese Aktion über die Sozialen Medien oder auch über Mundpropaganda weiterzuleiten.“

Monika Hartstock selbst fügt noch hinzu, dass die Hunde ihr Anker im Leben sind und sie sich nie vorstellen kann, sie wegzugeben. Sie möchte für ihre Vierbeiner stark sein und ihnen ein gutes Leben bieten, braucht dafür aber hauptsächlich finanzielle Unterstützung.

Spendenaktion für Monikas Hundehof über „gofundme“

- die Crowdfunding-Kampagne hat ein Spendenziel von 15.000 Euro

- der Link zur Spende: https://www.gofundme.com/f/rette-monikas-hundehof-spenden-fur-ops-und-reparaturen

- Wer Sachspenden abgeben möchte, kann sich gerne an Monika Hartstock wenden

- Ihre Telefonnummer lautet: 0176 2210 1070