Vandalismus ist und bleibt ein großes Thema in Herzberg. Auch über die Feiertage musste das Ordnungsamt wieder Anzeige erstatten, weil Unbekannte eine Bushaltestelle im Stadtgebiet beschädigt hatten. 10 000 Euro und mehr muss die Stadt jährlich im Durchschnitt aufbringen, um das reparieren, entfernen oder erneuern zu lassen, was Unverbesserliche mutwillig kaputt machen oder beschmieren.

2019 gab es zwar keine spektakulären Fälle wie das beschmierte Forst- und Jagdhaus im „Großbusch“ oder das mit roter Farbe angemalte Kriegerdenkmal in den Jahren zuvor, doch das Ordnungsamt registrierte viele andere Vorfälle. „Der Vandalismus in Herzberg hat 2019 nicht zugenommen, das Thema hat sich aber auch nicht beruhigt“, sagt Herzbergs Ordnungsamtsleiter Sven Ziehe.

Bushaltestellen sind das Ziel von Vandalen

Sachbeschädigungen oder Schmierereien an öffentlichen Gebäuden, Straßen und Plätzen gehören zum Alltag. Oft sind auch Bushaltestellen das Ziel von Zerstörern oder der Stadtpark, wo sie zum Beispiel teure LED-Lampen abbrechen. Ebenfalls an der Tagesordnung ist das Klauen von Verkehrsschildern. Die Zeichen mit einer 50, 60, 70 oder 80 landen dann wahrscheinlich gern auf Geburtstags- oder ähnlichen Feiern, vermutet der Ordnungsamtsleiter. Auch Ortstafeln verschwinden ab und zu auf seltsame Weise. „Sie zu ersetzen kostet jedes mal mehrere hundert Euro, denn jedes Ortsschild ist eine Einzelanfertigung“, ärgert sich Sven Ziehe.