Hochwassserschutz in Herzberg: Baustart an Schwarzer Elster – so ist der Ablauf

Hinter dem Wehr am BlauHaus (r.) beginnt der erste Abschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Schwarzen Elster in Herzberg.
Dieter MüllerEs hat in den vergangenen Jahren schon viele Termine für den Baubeginn des technischen Hochwasserschutzes an der Schwarzen Elster in Herzberg gegeben. Für 2018 war er ursprünglich mal vorgesehen. Die Planungen haben sich hingezogen. Doch jetzt geht es los mit dem ersten 600 Meter langen Deichabschnitt von der Gaststätte „BlauHaus“ im Elsterpark bis hinter die Kleingartenanlage.
Dafür, so Projektleiter Gunnar Soyka vom Landesamt für Umwelt (LfU), wird das Baufeld frei gemacht. Am Montag (11. Dezember) müssen sechs Bäume auf der Deichanlage gefällt werden – einer am BlauHaus und fünf auf Höhe der Kleingärten.
Ist Hochwasserschutz noch nötig?
In dieser Woche fand eine gut besuchte Anliegerversammlung zu den Baumaßnahmen im ersten Abschnitt statt. Mitarbeiter des LfU beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger unter anderem zur Notwendigkeit der Baumfällungen, zum zeitlichen Bauablauf oder dazu, ob Hochwasserschutz in Zeiten ausgedehnter Trockenheit überhaupt noch notwendig sei. So manchem aber waren die Ereignisse von 2010 und 2013 an der Schwarzen Elster noch gut in Erinnerung.
In dem ersten Abschnitt werden Spundwände zum Schutz vor dem Wasser gesetzt. Die Firma Strabag aus Senftenberg führt die Bauarbeiten aus. Sie beginnen am 1. Februar und werden nach jetzigem Stand im Dezember 2024 abgeschlossen sein. Dem Elsterpark soll ermöglicht werden, Paddeltouren im Sommer auch während der Bauarbeiten anbieten zu können, so Gunnar Soyka.
Vier Abschnitte bis Ende 2027
In der zeitlichen Reihenfolge wird sich dem ersten Bauabschnitt der vierte von der Clara-Zetkin-Straße bis zur Kaxdorfer Brücke anschließen. Auch dafür werden laut LfU im Februar Baumfällungen nötig sein.
Insgesamt erfolgt der technische Hochwasserschutz an der Schwarzen Elster im Herzberger Stadtgebiet bis voraussichtlich Ende 2027 in vier Abschnitten auf einer Länge von etwa 6,3 Kilometern.
