Die Freiwillige Feuerwehr im Amt Schlieben bekommt ein neues Löschfahrzeug. Das Gerät wurde bereits geliefert, sobald die Ausbildung daran abgeschlossen ist, wird es der Brandbekämpfung in Schlieben, Elbe-Elster und überregional dienen, so Amtswehrführer Guido Schmidt.
Dabei bringe das neue Fahrzeug Funktionen mit, die effizienteres Löschen zum Beispiel bei Ödland-Bränden erlauben, aber vor allem den Eigenschutz für die Feuerwehrleute erhöhen. Dazu tragen ein Frontstrahler und Sprühanlagen bei, die den Boden vor und unter dem Fahrzeug erreichen und aus dem Inneren des Fahrzeugs bedient werden können. Das vermindere die Gefahr in Situationen inmitten von Feuer, wie es sie etwa beim großen Waldbrand bei Falkenberg Ende Juli gab.
Und das neue Fahrzeug soll nicht nur die Fähigkeiten der Feuerwehr erweitern, sondern auch im Betrieb wirtschaftlicher sein als das bisherige Gerät, das nun damit ersetzt wird: „Das hatte ein Alter erreicht, in dem es zunehmend teuer und unwirtschaftlich wurde, Ersatzteile zu beschaffen“, sagt Guido Schmidt. Finanziert wird das 380.000 Euro teure neue Fahrzeug zu 80 Prozent vom Land Brandenburg, die übrigen circa 80.000 Euro trägt das Amt Schlieben.
Das neue Löschfahrzeug der Marke Tatra wurde in Tschechien gebaut. Im Werk in Polička wurden fünf Feuerwehrleute aus Schlieben in die Bedienung des Geräts eingewiesen. Die übrigen Feuerwehrleute müssen jetzt noch vor Ort in Schlieben in die Handhabung eingearbeitet werden, bevor das Fahrzeug aktiv genutzt werden kann.

Schliebener Feuerwehr ist technisch und personell gut ausgestattet

An der Ausstattung der Feuerwehr im Amt gebe es damit nichts zu bemängeln, so Schmidt, der auch die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit der Kommunalverwaltung im Amt in Bezug auf Technik, Fortbildung und Organisation der Feuerwehr in Schlieben lobt.
Dort kann man sich auch über mangelndes Engagement oder fehlenden Nachwuchs für die Feuerwehr nicht beschweren: Von den circa 6000 Einwohnern seien etwa 500 in der Feuerwehr engagiert, hinzu komme noch die Jugendfeuerwehr. „Damit sind wir personell sehr gut aufgestellt“, sagt Schmidt. Weil auch in der Verwaltung und im Bauhof aktive Feuerwehrleute beschäftigt sind, sei auch die am häufigsten kritische Einsatzbereitschaft tagsüber während der Kernarbeitszeit sichergestellt.