Von Sylvia Kunze

Für den Sportverein „Frieden“ Beyern ist 2019 ein besonderes Jahr. Er feiert 70. Geburtstag. Und das mit einer richtigen Feier. Zu der war am Wochenende eingeladen worden. Mehr als 100 Gäste konnten begrüßt werden – in der Hauptsache Mitglieder und deren Partner.

Doch vor der Feier stand die „Arbeit“. Diesmal in Form der jährlichen Mitgliederversammlung. Bei der konnte Vorsitzender Edgar Buchwald bilanzieren, dass sich mit einer Zahl um 120 der Mitgliederbestand auf eine nun wieder seit einigen Jahren relativ konstante Zahl eingepegelt habe. Allerdings, so sein Achtungszeichen, rund 20 Prozent davon seien im Alter von 70Plus. Was nicht heißen solle, dass die Nachwuchsarbeit schleife. Die Abteilungen Tischtennis und Fußball, so seine Einschätzung, seien da aktiv dabei. Mit guten Erfolgen.

Zum SV „Frieden“ Beyern gehören aktuell folgende Abteilungen, zählt Buchwald auf: 15 rüstige Rentnerinnen trainieren regelmäßig in der von Hannelore Schneider geleiteten Seniorensportgruppe. Die Frauengruppe der jüngeren Jahrgänge zählt 24 Aktive und nennt sich Rückensportgruppe. Bei den Tischtennisfans werden derzeit 19 Spieler gezählt. Die Fußballer sind nur noch 12 Sportler und bauen auf Kooperation. Während die Älteren nach Falkenberg zum Training fahren, sind die jüngeren Jahrgänge beim Team Lößfurth dabei. Fehlen noch die Kegler. Das sind derzeit 24 richtig Aktive, die in drei Mannschaften am Wettkampfbetrieb teilnehmen, und 18 Freizeitsportler.

Die Abteilung Kegeln ist es auch, die investitionstechnisch aktuell die größte Aufmerksamkeit erfahren müsste. „Aber die Finanzen sind knapp“, klagt der Vereinsvorsitzende. Rund 50 000 Euro sind veranschlagt, um die in die Jahre gekommene Bahn und die reparaturbedürftige Automatik auf Vordermann zu bringen. Schon seit mehreren Jahren wird an dem Vorhaben gearbeitet. Aber bisher mit keinem sichtbaren Erfolg. Die Stadt Falkenberg hat zwar eine Unterstützung von 20 Prozent der Gesamtbausumme zugesagt, doch die Restmittel sind nicht komplett. „Fördermittelanträge haben wir reichlich geschrieben. Aber mal war die Summe zu groß, mal zu klein“, klagt Buchwald. Selbst an den Ministerpräsidenten sind die Sportler aus Beyern mit der Bitte um Hilfe schon herangetreten. Ebenfalls bisher ohne Erfolg. „Aber wir bleiben dran“, bekräftigt der erste Mann des Vereins.

Auch in der Mehrzweckhalle ist Hand anzulegen. Dort ist die Heizung defekt. Im Gegensatz zur Kegelbahn ist da jedoch schon Abhilfe in Sicht. Die Stadtverordneten haben in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Der Auftrag für den Austausch der defekten Kesselanlage kann ausgelöst und das Problem beseitigt werden.

Die Nutzer wird es freuen. Das sind durchaus nicht wenige. Auch wenn es tagsüber eher ruhig zugehe, sei abends fast immer Betrieb, berichtet Edgar Buchwald. Vor allem deshalb, weil auch viele Falkenberger Sportler die Halle regelmäßig mit nutzen.

 Bevor es gemütlich wurde, hieß es noch Dankeschön sagen. Die besonders Verdienstvollen und Fleißigen wie Thomas Schandert, Beate Gosch, Dr. Jörg Reibig und Petra Ponikau erhielten die Ehrennadel des Landessportbundes in Silber. Die Tischtennisspieler Michael Seifert und Detlef Teske sowie die Kegler Lutz Pauer und Niels Müller erhielten Ehrungen von ihren Fachverbänden. Und auch der Verein selbst dankte einigen Helfern.

Nach solch einer Bilanz hatten sich die Sportler die Jubiläumsfeier durchaus verdient. „Und wenn unsere Arbeit so konstant bleibt, war das nicht das letzte Jubiläum“, ist Edgar Buchwald überzeugt.