Schon gesehen? Die Falkenberger Lindgren-Grundschule schmückt jetzt eine imposante, hölzerne Lese-Eule. Sie ist aus einem der beiden großen Bäume entstanden, die einst auf dem Gelände der Falkenberger Grundschule standen und im Zuge der Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau der Schule gefällt werden mussten.

Aber was passiert meist mit gefällten Bäumen? Sie werden zu Feuerholz verarbeitet oder geschreddert. „An unserer Schule entstand jedoch die Idee, den Eichenstamm nicht so enden zu lassen“, berichtet Lehrer Bernd Blüher.

Im Falkenberger Roland Keick, der bekannt dafür ist, dass er wunderbare Holzarbeiten mit der Kettensäge erschaffen kann, fand man einen perfekten Partner. „Der Förderverein der Astrid-Lindgren-Grundschule übernahm die Finanzierung des Projektes. So habe ich mit Herrn Keick Kontakt aufgenommen. In einem Vor-Ort-Gespräch stellte ich ihm die Idee einer Lese-Eule vor. Nachdem die Details besprochen waren, holte Herr Keick den Eichenstamm ab und schuf die Lese-Eule nach unseren Ideen. Der Standplatz zwischen den Kiefern war für uns die erste Wahl, hält sich doch eine Eule auch im Wald auf“, erzählt Blüher, der zugleich im Förderverein aktiv ist.

Am Montag, zum Schulbeginn nach den Herbstferien, ist die Lese-Eule im Beisein aller Schülerinnen und Schüler feierlich „eingeweiht“ worden. Warum aber ausgerechnet so eine Lese-Eule? Auch darauf hat Bernd Blüher eine Antwort parat: „Lesen ist für uns an der Grundschule der Schlüssel zum Erfolg. Bei uns gilt seit langer Zeit, dass das Lesen nicht nur im Fach Deutsch an erster Stelle steht, sondern dass alle Fächer ihren aktiven Beitrag zur Verbesserung der Lesekompetenz leisten wollen. Planmäßig wird auch in Mathematik oder in den Naturwissenschaften Zeit zum Lesen der Aufgaben und von Texten eingeräumt“, erzählt er.

Zudem verpflichte auch der Name der Schule. In der jährlichen Astrid-Lindgren-Woche stehen deren Bücher immer im Mittelpunkt. Jeder Jahrgang habe ein Buch als Schwerpunkt. Damit sei gewährleistet, dass jede Schülerin und jeder Schüler im Laufe seiner Schulzeit an der Grundschule sechs Bücher der schwedischen Kinderbuchautorin gelesen habe.

Darüber hinaus unterstützt der Förderverein die Schulbibliothek mit einem jährlich Betrag zur Aktualisierung des Bestandes. „Die hohen Ausleihzahlen sind ein Beleg dafür, dass dieser Weg richtig ist“, schätzt Blüher ein.