Die Mitglieder des Freundeskreises des Technischen Denkmals Brikettfabrik „Louise“ bewegt in diesen Tagen ein großes Thema: der noch nicht vorhandene Haushalt der Stadt Uebigau-Wahrenbrück und der damit verbundene Ausgabenstopp, den der Kämmerer der Verbandsgemeinde Liebenwerda für alle vier Ortsgemeinden ausgesprochen hat. „Das heißt, dass alle Investitionen und auch Reparaturen auf Eis liegen“, bringt es der Freundeskreis-Vorsitzende Peter Kroll auf den Punkt. „Auch die dringend nötige Reparatur im Speisewasserkessel.“

Der erste der drei geplanten Dampftage in diesem Jahr, der am 26. April, gerät damit in Gefahr. Ein Termin, der schon lange feststehe und deshalb nicht einfach mal so über den Haufen geworfen werden könne.

Aber wird das mit dem Dampf auch wirklich klappen? Kroll beschreibt die Situation: Die Reparatur im Speisewasserkessel sei längst geplant. Weil ein Dampfrohr stark verrostet sei. „Es geht von ihm keine Gefahr aus, aber wir müssen es erneuern“, sagt der Mann vom Freundeskreis.

Rücksprache mit dem TÜV nötig

Nun müsse man erst einmal mit dem TÜV sprechen, der seinen Zeigefinger angesichts der Situation längst erhoben und gefordert habe, was zu machen, ob ein erneuter Einsatz ohne Veränderungen machbar wäre.

Unabhängig davon hoffe der Freundeskreis auf eine baldige finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt, um das Problem restlos beseitigen zu können. Vorabsprachen mit einem Schmiedemeister seien bereits getroffen. Aber zur Tat könne man eben erst schreiten, wenn die Bezahlung des Reparaturauftrages durch die Stadt gesichert sei.

Direktor der Brikettfabrik ist weiter Delf Gerlach

Direktor der Domsdorfer Brikettfabrik „Louise“ ist übrigens weiter Delf Gerlach. Beim Wechsel im Bürgermeisteramt war schon Dittgard Hapich zur neuen Funktion gratuliert worden. Aber, so erläutert Peter Kroll, laut Bergamt müsse die Verantwortung in den Händen des Verwaltungschefs im Hauptamt liegen. Demnach in denen von Herold Quick, der wiederum die Aufgabe an Delf Gerlach übertragen habe.