Mit dem Heimatfest 2020 wollte der Schönewalder Kulturverein nach einigen Jahren „Ausflug“ auf den Markt wieder auf den Festplatz zurückkehren. Das Event sollte etwas kleiner, aber deshalb nicht schlechter werden. Das Programm steht schon seit langem, die Verträge mit den Gruppen sind gemacht. So wollten die Bands „Right Now“ aus Berlin und „Diese Typen“ aus Brandenburg mit dabei sein.

Schweren Herzens hat sich der Verein aber bereits jetzt dazu entschlossen, das Fest an Pfingsten vom 29. Mai bis 1. Juni abzusagen. Es habe keinen Sinn, das noch länger vor sich herzuschieben, so der Vereinsvorsitzende Tobias Weber. „Wir haben das im Vorstand beraten und alle tragen die Entscheidung mit. Auch, wenn bis dahin solche Veranstaltungen vielleicht schon wieder genehmigt sind“, sagt Tobias Weber.

Recht glauben mag er das aber nicht. Außerdem ist der Verein zur Finanzierung des Festes auf Spendengelder und Sponsoren angewiesen. In der gegenwärtigen Situation erwarte man nicht, dass die unterstützenden Mittel in der Größenordnung fließen wie notwendig und wie in den vergangenen Jahren. Und von einer stark steigenden Besucherzahl könne man auch nicht ausgehen, sagt er. „Unter diesen Voraussetzungen wird das Heimatfest für unseren kleinen Verein zu einem großen Risiko. Das sind immense Kosten die wir stemmen müssten“, so der Vorsitzende. Die Künstler hätten sich sehr kulant gezeigt und würden nicht auf ihre Verträge bestehen. Die Schönewalder haben ihnen versprochen, die Verträge eins zu eins auf das nächste Jahr zu übertragen.

Dem Entschluss des Kulturvereins hat sich auch der Schönewalder Ortschaftsrat angeschlossen. Das Mühlenfest, das er jährlich für den Pfingstmontag organisiert, findet ebenfalls nicht statt, sagt Ortsvorsteherin Renate Rziha.