Aufgrund eines Haftbefehls wegen einer Ersatzfreiheitsstrafe rückten Polizeibeamte am Donnerstagabend gegen 18.20 Uhr in die Gräfendorfer Straße in Herzberg aus. Der Haftbefehl richtete sich gegen einen 51-Jährigen. Er hatte mehrfach Bürger bedroht, teilt Polizeisprecher Torsten Wendt mit. Die Kriminalpolizei ermittelte deswegen gegen ihn. Nach ersten Erkenntnissen steht der Herzberger offensichtlich der Reichsbürgerbewegung nahe. Dem Beamten gegenüber zeigte er sich sehr unkooperativ und lehnte die Zahlung der Geldstrafe ab. Aus diesem Grund wurde er festgenommen und einer Justizvollzugsanstalt überstellt. Bei der Ersatzfreiheitsstrafe handelt es sich um eine Freiheitsstrafe, die vollzogen wird, wenn eine vom Gericht verhängte Geldstrafe nicht geleistet wird. Über die Höhe der Geldstrafe sowie der Freiheitsstrafe gab die Polizei keine Informationen preis.

Reichsbürger sind zum Teil bewaffnet

Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Gesetzen und Amtsträgern ab. In einigen Fällen bedrängen und bedrohen sie Behördenmitarbeiter und Beamte. Erst im April dieses Jahres wurde bei einem Reichsbürger aus Uebigau-Wahrenbrück eine Kalaschnikow entdeckt. In Mittelfranken hatte im Oktober 2016 ein Reichsbürger einen Polizeibeamten während eines Einsatzes erschossen.

Sicherheitsprobleme für Justiz Reichsbürger attackieren Gerichte

Dresden