Betrug in Herzberg
: Inkasso-Briefe im Umlauf – Stadt warnt Einwohner

In Herzberg (Elster) sorgt ein dubioses Schreiben für Unruhe. Ein angebliches Inkassounternehmen fordert Geld im Namen des Finanzamtes.
Von
Sven Hering
Herzberg
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Briefe mit einer Zahlungsaufforderung eines vermeintlichen Inkasso-Unternehmens sorgen aktuell in der Stadt Herzberg für Aufregung.

Briefe mit einer Zahlungsaufforderung eines vermeintlichen Inkasso-Unternehmens sorgen aktuell in der Stadt Herzberg für Aufregung.

Screenshot Stadtverwaltung Herzberg
  • Betrüger fordern in Herzberg Geld im Namen eines fiktiven Finanzamtes – Stadt warnt vor Fake-Inkassos.
  • Schreiben des angeblichen „Universum Inkasso“ drohen mit gerichtlichem Mahnverfahren.
  • Stadtverwaltung und Unternehmen bestätigen: Forderungen sind unberechtigt, Polizei informiert.
  • Betroffene sollen nicht zahlen, Schreiben prüfen lassen und Anzeige erstatten.
  • Ähnliche Fälle auch in Lauchhammer – Polizei rät zu Wachsamkeit und Bauchgefühl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Brief sorgt aktuell in der Stadt Herzberg (Elster) für Aufregung. In diesem werden die Adressaten von einem Unternehmen Universum Inkasso aufgefordert, einen Geldbetrag zu zahlen. Geschehe dies nicht, wird mit einem gerichtlichen Mahnverfahren und damit noch deutlich höheren Kosten gedroht.

Die Stadtverwaltung in Herzberg hat wegen des Schreibens eine Warnung veröffentlicht. „Heute erreichten die Stadtkasse mehrere Anrufe bezüglich versendeter Inkassoschreiben“, heißt es in der in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung. Die Stadtkasse nutze keine Inkassounternehmen. Das Finanzamt ebenso nicht.

Betrüger missbrauchen Firmennamen

Dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, wird vor allem an einem Punkt sehr schnell deutlich. Das vermeintliche Inkassounternehmen gibt nämlich an, im Auftrag des Finanzamtes Herzberg (Elster) zu handeln. „Doch es gibt kein Finanzamt Herzberg (Elster)!“, stellt die Stadtverwaltung in ihrem Schreiben klar. Eine Rücksprache mit dem in den Briefen aufgeführten Inkassounternehmen habe ergeben, dass die Schreiben nicht von der Inkassofirma stammen.

So schreibt es auch das Unternehmen Universum Inkasso auf seiner Internetseite. Dort heißt es: „Aktuell kursieren betrügerische E-Mails, in denen Unbekannte versuchen, unter Verwendung unseres Namens und unserer Kontaktdaten sowie eines Links zu unserer Webseite, unberechtigte Forderungen einzutreiben.“

Tipps für Betroffene des Betrugsversuches in Herzberg

Den Empfängern wird geraten, auf keinen Fall einen geforderten Betrag zu zahlen, wenn sie Zweifel hätten. Verdächtige Schreiben sollten gerne zur Überprüfung an das Unternehmen weitergeleitet werden. „Zu Ihrem eigenen Schutz empfehlen wir außerdem, solche Vorfälle der Polizei zu melden.“

„Das ist in den vergangenen Tagen bereits geschehen“, sagt Maik Kettlitz, Polizeisprecher der Direktion Süd. Elbe-Elster sei dabei nicht allein betroffen. So habe eine Frau in dieser Woche beim Polizeirevier in Lauchhammer den Beamten ein Mahnschreiben eines vermeintlichen Inkasso-Unternehmens präsentiert. Darin wurde sie aufgefordert, mehrere hundert Euro zu zahlen. Die 69-Jährige ließ sich jedoch nicht einschüchtern und erstattete Anzeige.

Dies rät Kettlitz jedem Betroffenen, auch wenn die Täter in der Regel nur sehr schwer zu ermitteln sind. „Zudem sollte jeder auf sein Bauchgefühl hören und derartige Dinge immer kritisch hinterfragen“, so Kettlitz.