Bahnhof bei Falkenberg
: Asbest im Feldweg – wer kann Hinweise geben?

Hinter dem Rehfelder Bahnhof bei Falkenberg ist illegal Bauschutt in einen Feldweg eingebracht worden. Jetzt läuft die Suche nach den Tätern.
Von
Rico Meißner
Rehfeld
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Der Bauschutt wurde zur Verfüllung verwendet.

Auf dem Feldweg bei Rehfeld wurde Bauschutt zur Verfüllung verwendet.

Rico Meißner

Überquert man den Bahnübergang in Rehfeld (Elbe-Elster) und biegt nach Süden ein, stößt man schnell auf einen Feldweg, dessen Zustand der Verbandsgemeinde Liebenwerda im Moment ein wenig sauer aufstößt. Denn auf einer Länge von knapp einem Kilometer und einer Breite von drei bis vier Metern wurden lückenhaft Löcher verfüllt. Und zwar mit Bauschutt – und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit maschineller Unterstützung.

„Einen Großteil macht gebrochenes Material aus Bau-, Ziegel- und Keramikschutt aus“, erklärt Antonia Teurich von der Abfallwirtschaftsbehörde. „Allerdings finden sich auch Schlacke und vereinzelt leider auch Asbestbruchstücke in den Verfüllungen.“ Zwar seien sie nicht übermäßig groß, aber eindeutig vereinzelt Bestandteil des Schutts.

Asbest-Fasern könnten freigesetzt werden

Und genau das macht die Sache richtig kompliziert. Durch mechanische Einwirkungen könnten Fasern freigesetzt oder aufgewirbelt werden. Wenn Asbestbruchstücke gefunden würden, müsse man automatisch davon ausgehen, dass auch alles andere Material kontaminiert sei. Dann bliebe für die Behörde nur eine Beräumung als Ersatzvornahme, sollte der Verursacher nicht ermittelt werden können.

Das Teuerste daran sei die Logistik, die zum Einsatz kommen müsse. „Jede Beseitigung von illegalem Abfall verursacht auf diese Art Kosten, die dann letztlich zulasten der Allgemeinheit gehen“, so Teurich weiter.

Hinweise aus der Bevölkerung erbeten

Um genau dies zu verhindern, sucht die Behörde nach dem Verursacher. Festgestellt wurde die unberechtigte Verfüllung bereits Ende Mai. Die Bevölkerung wird um Hinweise gebeten, ob womöglich in dem fraglichen Zeitraum dort Baumaschinen oder Lkw beobachtet wurden oder vielleicht andere Kenntnisse vorliegen, die Rückschlüsse auf den Verursacher zulassen könnten.

Hinweise werden erbeten an die „Untere Abfallwirtschaftsbehörde“ in der Nordpromenade 4a in Herzberg oder per Mail an antonia.teurich@lkee.de.