Bahn in Elbe-Elster: Was sich jetzt für Falkenberg und Elsterwerda ändert

Der neue Fahrplan der Bahn hält gute Nachrichten für Pendler aus Elbe-Elster bereit. Auf der Linie RE4 zwischen Falkenberg (Elster), Jüterbog und Berlin wird das Angebot deutlich ausgeweitet.
Soeren Stache/dpaFür Pendler aus Elbe-Elster verändern sich ab dem 13. Dezember 2026 Angebot, Takt und Sitzplätze spürbar. Wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilt, wird auf der Linie RE4 zwischen Falkenberg (Elster), Jüterbog und Berlin das Angebot deutlich ausgeweitet. Der Zug fährt künftig im durchgehenden Stundentakt; bisherige zweistündliche Lücken entfallen. Wer über Berlin hinaus Richtung Stendal oder Rathenow pendelt, muss jedoch Einschränkungen einplanen. Wegen der Sanierung der Lehrter Bahn endet der RE4 bis voraussichtlich Juli 2027 in Wustermark, danach in Nennhausen.
Auch zwischen Elsterwerda-Biehla und Dresden wird das Angebot ausgebaut. Die neue Linie S6 ersetzt die bisherige RB31 und fährt künftig täglich jede Stunde. Von Montag bis Freitag wird sie zudem im Zwei-Stunden-Takt direkt mit dem RE13 aus Richtung Cottbus und Lauchhammer durchgebunden, wodurch neue umsteigefreie Verbindungen entstehen.
Rund um den Knoten Falkenberg ändern sich außerdem die Abfahrtszeiten mehrerer Linien. Betroffen sind der RE10, RE11, die RB43, die S4 sowie der RE15 und der RE18. Die zweistündlichen Takte bleiben bestehen, verschieben sich aber zeitlich, um Anschlüsse an wichtigen Knotenpunkten zu verbessern.
Beim Komfort setzt die Deutsche Bahn auf modernisierte Züge. Auf der Linie RE4 kommen redesignte Doppelstockwagen von DB Regio zum Einsatz, die modernere Fahrgastinformationen und mehr Reisekomfort bieten. Auf den Linien RE15 und RE18 erhöht die Deutsche Bahn Regio Südost an Werktagen gezielt das Sitzplatzangebot.
Neue Züge verspäten sich, Preise steigen
Auch bei der Linie RE3 (über Jüterbog nach Berlin) gibt es eine Änderung beim Fahrzeugeinsatz: Die geplanten neuen doppelstöckigen Stadler-KISS-Triebzüge verzögern sich wegen weltweiter Lieferketten-Probleme bis voraussichtlich Mitte 2027. Im Dezember 2026 starten daher vorübergehend Ersatzgarnituren aus fünfteiligen Doppelstockzügen, mit denen das zugesagte Sitzplatzangebot gehalten wird.
Die nicht so gute Nachricht ist, dass ab dem 1. Januar 2027 die Fahrpreise im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg um durchschnittlich 3,75 Prozent steigen. Auch das Deutschlandticket kostet dann 66,80 Euro statt bisher 63,00 Euro im Monat.


