2. Weltkrieg in Schlieben-Berga: Gedenken an Opfer des NS-Regimes in ehemaligem KZ-Außenlager

Die ehemalige Wach- und Verwaltungsbaracke steht auf dem Gelände der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga. Das Lager wurde ab Juli 1944 von der SS verwaltet und als drittgrößtes Außenlager dem KZ Buchenwald unterstellt. Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten im Auftrag des Leipziger Rüstungskonzerns Hugo Schneider AG (HASAG) auf dem etwa 500 Hektar großen Gelände hauptsächlich Panzerfäuste produzieren. Heute existieren noch Ruinen der nach Kriegsende demontierten Panzerfaust-Produktionsstätte, zwölf Bunker sowie die Wach- und Verwaltungsbaracke.
Soeren Stache/dpa- Gedenken an NS-Opfer im ehemaligen KZ-Außenlager Schlieben-Berga
- Lager wurde ab 1944 von der SS verwaltet und produzierte Panzerfäuste
- Bis zu 5000 Menschen, vor allem Frauen, waren dort inhaftiert
- Verein erinnert an Schicksale der Zwangsarbeiter
- Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin und Brandenburg geplant
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im früheren KZ-Außenlager in Schlieben-Berga (Landkreis Elbe-Elster) haben Politiker und Bürger anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkrieges der Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Für einen Rüstungskonzern mussten KZ-Häftlinge dort Panzerfäuste und Munition herstellen.
„Orte wie das Außenlager in Schlieben-Berga, eines von 1154 KZ-Außenlagern, sind wichtig für unsere Erinnerungskultur. Weil sie zeigen, wie allgegenwärtig das KZ-System war, wie die deutsche Wirtschaft und damit die Gesellschaft davon profitiert haben und nicht zuletzt, weil sie zeigen, wie lange die Geschichte verdrängt worden ist“, sagte Kulturstaatssekretär Tobias Dünow, der an der Gedenkveranstaltung teilnahm. Einen Schlussstrich unter die Erinnerungskultur dürfe es nicht geben.
Verein erinnert an Schicksale der Zwangsarbeiter
Das Außenlager Schlieben-Berga gilt als das drittgrößte von insgesamt 136 Außenlagern des KZ Buchenwald, galt jedoch lange als vergessener Ort. Der Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga holte ihn mit einer Gedenkstätte wieder ins öffentliche Bewusstsein. Er hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, an die grausamen Schicksale von Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus zu erinnern. Bis zu 5000 Menschen waren in dem Außenlager inhaftiert, vor allem Frauen. Rund 130 überlebende Häftlinge wurden dort am 21. April 1945 durch die Rote Armee befreit.
Vor dem 8. Mai 2025 finden in Berlin und Brandenburg mehrere Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs statt. In der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg etwa werden Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am 4. Mai 2025 erwartet.
