Wasser in Guben: Null Regen – diese Tipps hat Gartenexpertin gegen Trockenheit

Viel Wasser ist nötig: Gabriela Behnke von der Gärtnerei am Stadtpark in Guben spricht von einem sehr trockenen Start in das Jahr 2025.
Bernd Töpfer- Guben kämpft mit extremer Trockenheit, nur 95,90mm Regen in 2025 bisher.
- Gartenexpertin Gabriela Behnke gibt Tipps: Gründüngung, Mulchen und keine brachliegenden Böden.
- Waldbrandgefahr hoch, Schutzmaßnahmen wichtig. Prognose: Kein Regen bis Ostern.
- Bäume in Blüte, Apfelernte ab Oktober erhofft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Regen im April ist bislang eine große Nullnummer: Bis auf ein wenig Tau oder Reif ist nichts zu vermelden. In den Vormonaten des Jahres ist ein ähnliches Bild zu verzeichnen. Diese Situation bleibt nicht ohne Folgen im Neißetal.
Viel Wind, leichte Nachtfröste und tageweise starke Sonne: Der Boden ist stark ausgetrocknet. Wer in diesem Jahr 2025 eine gute Ernte einfahren will, wird besonders herausgefordert. Das sagt Gabriela Behnke aus der Gärtnerei am Stadtpark in Guben. Und damit ist sie nicht allein.
Trockener Boden und die Folgen für Hobbygärtner in Guben
Der Regenmesszylinder hängt an einem der großen Gewächshäuser auf dem Gelände der Gärtnerei am Stadtpark in Guben. Ganze zehn Millimeter hat der vom begehrten Nass aufgefangen. „Das ist eigentlich nichts“, sagt Gabriela Behnke. Zumal es die gesamte Wasserausbeute von 14 Tagen ist.
Die Statistik stützt die Beobachtungen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 sind in Guben nicht einmal 100 Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen. Ganze 95,90 Millimeter Niederschlag hat die Proplanta GmbH aus Stuttgart, ein Dienstleistungsportal für die Landwirtschaft, für Guben im ersten Jahresviertel 2025 registriert. Im April steht da eine Null.
Das Niederschlagsdefizit in Guben ist rekordverdächtig: negativ
Ein Negativrekord. Zumindest seit den vergangenen sieben Jahren. Im Jahr 2018 hat es mit 103,8 Millimeter Wasser einen ähnlich trockenen Jahresstart gegeben. Viel Wasser regnete es dagegen 2022 vom Himmel. Zwischen Anfang Januar und Ende März fielen mit rund 197 Millimeter mehr als das Doppelte auf den Boden.
Während der Januar normal ablief, ist im Februar so gut wie nichts dazugekommen. Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter beim Landesbetrieb Forst, spricht von sehr stark abgetrocknetem Obermaterial in den Wäldern. Und das nicht nur in den ausgedehnten Waldflächen bei Guben, sondern in ganz Brandenburg. Das erhöhe die Brandgefahr stark.
Wassernot: Wind und Trockenheit bringen Herausforderungen
Der fehlende Regen lässt den Boden staubtrocken werden. Weht dann ein kräftiger Wind, ist das Malheur groß. Im Wald nicht ganz so stark, aber auf Freiflächen. Der Wind trägt Humus von den Nutzflächen weg. Viel Mühe um einen fruchtbaren Boden ist dann vergebens. Sehr zum Leidwesen der Hobbygärtner im Neißetal. Ihr Mühen um einen fruchtbaren Boden ist dann vergebens gewesen.
Die Hobbygärtner brauchen nicht tatenlos zuzusehen. Auf keinen Fall sollte der Boden brach liegen gelassen werden, das beschleunigt den Abtrag, sagt Gabriela Behnke. Sie nennt Gründüngung als Stichwort. Das heißt, gezielt Pflanzen anbauen, die den Boden bedecken und ihn sogar verbessern. Diese Pflanzen werden nicht geerntet, sondern gemulcht. Für Kleingärtner eignen sich beispielsweise Ackersenf, Lupine oder Serradella. Allerdings ist dies abhängig von dem, was anschließend in den Boden kommen soll. Ist es Kohl, sollten keine Kreuzblütler, beispielsweise Ackersenf, angebaut werden, sagt die Expertin.

In voller Blüte stehen die Bäume an der Berliner Straße in Guben.
Bernd TöpferWie die Gärtnerin weiter erklärt, hat es im Verlauf der Zeit schon immer trockene und feuchte Jahre gegeben. Die Fachfrau erinnert an das Jahr 2024: Seinerzeit habe es keine großen Trockenheit gegeben, wohl aber späte und tiefe Fröste im Frühjahr, die die Obsternte mächtig vermiest haben.
Es hat wenig Äpfel und wenig Birnen gegeben, so Gabriela Behnke, die für die Spreewaldmosterei Jank in Burg die Aufkaufstelle von Obst in Guben leitet. Sie hofft, dass es im Jahr 2025 wieder mehr wird. Zumal die Neißestadt mit dem Apfel Gubener Warraschke sogar eine der Region angepasste, robuste und lagerfähige eigene Züchtung hat. Die Äpfel können ab Oktober geerntet werden.
Waldbrandgefahr: Vorsicht bei Trockenheit in den Wäldern
Während die Kleingärtner immer die Möglichkeit haben zu wässern, sieht es in den Wäldern bei großer Trockenheit schwierig aus. Hier ist große Vorsicht geboten, um nicht einen Waldbrand auszulösen.
Für Cottbus und den Landkreis Spree-Neiße die Stufe 4 (9. April 2025) – hohe Waldbrandgefahr – angezeigt. Das kann sich in den nächsten Tagen auch auf die höchste Stufe 5 ändern. Das Wasserdefizit baut sich nach den gegenwärtigen Prognosen im April weiter auf. „Bis Ostern ist kein nennenswerter Niederschlag zu erwarten“, sagt Raimund Engel.

