Von Thomas Engelhardt

Geht der Deutsche Kita-Preis in diesem Jahr nach Guben? Nur noch wenige Tage, dann wird diese Frage im Berliner Tempodrom beantwortet. Beim Children Center „Bunte Vielfalt“ vom Haus der Familie fiebert man dem 13. Mai jedenfalls schon mächtig entgegen.

„Natürlich sind wir aufgeregt“, sagt Kita-Leiterin Annett Sterker. „Wobei das Wichtigste ja vorbei ist und wir nichts mehr ändern können.“ Gemeint ist mit dem Wichtigen der Besuch der dreiköpfigen Expertenjury, die im Januar die Gubener Einrichtung unter die Lupe nahm und nach bestimmten Kriterien untersuchte. Kindorientierung und Sozialraumorientierung waren zwei der insgesamt vier Aspekte, die die Jury bewertete und in ihre Entscheidung einfließen ließ.

Insgesamt hatten sich zehn Kitas für das Finale qualifiziert. Dazu kommen am 13. Mai in Berlin noch zehn Anwärter auf den Preis „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“. Sie alle werden dem Abend gespannt entgegensehen und können sich auf reichlich Prominenz freuen. Die Preise – in beiden Kategorien jeweils fünf – werden von Bundesfamilienministerin  Franziska Giffey (SPD) und der Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Elke Büdenbender, überreicht. Eine Laudatorin ist die Entertainerin Barbara Schöneberger, Moderatoren sind die Schauspieler Andrea Sawatzki und Christian Berkel. „Das zeigt natürlich auch die Wertigkeit der Veranstaltung“, freut sich Annett Sterker.

Die Gubener selbst werden voraussichtlich mit acht Vertretern an der Preisverleihung teilnehmen. Mit dabei sein werden in Berlin Mitglieder von Vorstand und Geschäftsführung des Hauses der Familie und vom Team des Children Centers.

Die KIta-Leiterin hat sich derweil schon ein Bild von den Mitbewerbern gemacht: „Die konzeptionellen Ansätze der Einrichtungen gehen querbeet. Es gibt städtische, kirchliche und auch private Einrichtungen.“ Aus Brandenburg hat sich neben dem Gubener Children Center noch die Kita Waldsternchen aus Seddiner See für das Finale qualifiziert.

Sollten die Gubener Kita den ersten Preis und damit 25 000 Euro gewinnen oder als eine der vier Zweiplatzierten 10 000 Euro, dann würde ein Teil dieses Geld in die weitere Gestaltung des Außengeländes der Einrichtung an der Goethestraße fließen. Wenn dann noch Geld übrig wäre, könnte sich Annett Sterker die Anschaffung eines speziellen Whiteboards für das Lernen an Kitas vorstellen.

Neben dem Deutschen Kita-Preis wird in diesem Jahr übrigens noch ein Eltern-Sonderpreis verliehen. Dafür kann im Internet auf www.eltern.de/kita-voting abgestimmt werden. Die Sieger-Kita kann sich in dem Fall ein Jahr lang quartalsweise über ein Paket mit Kinderbüchern freuen. Das Voting läuft noch bis 6. Mai.