Sie ist die wohl wichtigste Verkehrsader in Guben, die Karl-Marx-Straße, die den zentralen Abschnitt der Nord-Süd-Verbindung durch die Neißestadt darstellt. In den vergangenen Jahren wurden gleich mehrere Teilstücke durch den Landkreis Spree-Neiße, den Träger der Straße, saniert. Nachdem bereits vor Jahren die Brücke über das Schwarze Fließ im Kreuzungsbereich mit der Cottbuser Straße auf Vordermann gebracht worden war, folgten 2021 und 2022 der Abschnitt an der Bushaltestelle am Neißecenter sowie das 120 Meter lange Zwischenstück von der Einfahrt zum Einkaufscenter bis zur Brücke.
Für viele Gubener ist klar, dass die Arbeiten damit noch nicht zu Ende sein können, denn auch der sich anschließende, einige Hundert Meter lange Abschnitt in Richtung Süden befindet sich seit langem in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Bisher hatte der Kreis keine Hoffnung auf schnelle Besserung machen können. Das Problem seien die Kosten, die nach ersten Schätzungen in Millionenhöhe ausfallen dürften, hatte es noch im März vorigen Jahres aus der Kreisverwaltung geheißen.
Nun aber könnte doch Bewegung in die Angelegenheit kommen. Landrat Harald Altekrüger (CDU) kündigte dieser Tage während eines Arbeitsbesuches in Guben an, dass mit der Planung der Sanierung ab 2024 begonnen werde. Die Umsetzung des Vorhabens könnte dann bis 2026 über die Bühne gehen.
Während der Arbeiten in den beiden letzten Jahren hatte eine Umleitung über die Sprucker Straße und die Flemmingstraße geführt. Ärger gab es im Herbst 2021, als zahlreiche Kraftfahrer versuchten, Schleichwege zu nutzen.