(utr) Die Neißestadt war am Samstag Mekka für Karatesportler. Die Shito-ryu Shukokai Union hatte zum Deutschland-Cup eingeladen, und Karatesportler aus vielen Teilen der Republik waren gekommen. Ausrichter war die Karateschule Molder. Die 80 Teilnehmer kamen aus Brandenburg (Guben und der Niederlausitz), aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin und sogar aus Bayern. In 43 Kategorien wurden die Besten ermittelt. Um die Medaillen wurde im Kihon (Grundtechniken/Kinder), Kata (Formenlauf mit Abfolge/Abwehr- und Angriffstechniken), Teamkata (drei Starter pro Team/Synchronität) und Kumite (freier Kampf mit Regelwert kontaktfrei) gekämpft. Die Kämpfe wurden altersgerecht und der Graduierung entsprechend ausgetragen.

Organisator Sensei Frank Molder hat den 3. Dan und trainiert seit 2007 eine eigene Gruppe von Kindern in der Turnhalle der Friedensschule. Er sieht das Karate-Training vor allem als Körperertüchtigung. Es werden Kraft, Koordination und Ausdauer geschult, daneben auch Willensstärke und Toleranzverhalten. Die Möglichkeit der Selbstverteidigung, die im Karate gelehrt wird, steigere zudem das Selbstbewusstsein. „Oberstes Prinzip bei Konflikten ist aber, den Kampf zu vermeiden“, so Molder. In seinem Kurs an der Friedensschule Guben hat sich die Zahl der Teilnehmer in den letzten Jahren erhöht. Das liegt sicher auch an der Einsatzbereitschaft des in Coschen lebenden Karatelehrers. „Die Mädchen und Jungen haben einfach Spaß daran und haben sich sehr auf diesen Wettkampf gefreut“, so Molder. Damit hatten die Gubener Kids Heimvorteil und Eltern, Großeltern und Geschwister konnten sich davon überzeugen, was ihre Kinder alles schon gelernt haben.

Die Bedingungen in Guben seien hervorragend, sowohl beim regelmäßigen Training in der Friedensschule als auch am Samstag beim Deutschland-Cup, so der Karatelehrer. Auch Tom Straphel (5. Dan) aus Berlin, Präsident der Shito-ryu Shukokai Union Deutschland, lobte die Arbeit der Organisatoren. „Die Stadt Guben hat uns wirklich sehr unterstützt“, so Molder. Auch die Teilnehmer genossen den Wettkampf  sehr.