(red/dsf) Rund 250 Teilnehmer haben sich nach Angaben der Grünen Liga am Samstag auf den Weg durch das Vorfeld des Tagebaus Jänschwalde gemacht, um sich über den Tagebau und die Klage der Umweltverbände gegen die Leag zu informieren. Grüne Liga und Deutsche Umwelthilfe klagen gegen den Tagebau unter anderem, weil der das nahe Moorgebiet zwischen Cottbus und Guben bedrohe.„Spätestens seit dem Bericht der Kohlekommission ist klar, dass auch genehmigte Tagebaue verkleinert werden müssen, weil nicht mehr sämtliche Kohle gebraucht wird. Diese Kohle muss dort liegen bleiben, wo dadurch Dörfer und Natur besser geschützt werden können.“ sagt René Schuster von der Grünen Liga.

Zunächst war die Grüne Liga als Veranstalter von rund 100 Teilnehmern aus der Lausitz und anderen Regionen ausgegangen. Mit dem Spaziergang wollten die Veranstalter auch ein Zeichen des Protests senden, hatte Schuster gegenüber der RUNDSCHAU erklärt.

Eine Wiederholung der Aktion sei vorerst nicht geplant. Bereits im Frühsommer wird der Tagebaubetreiber Leag die Waldautobahn sperren und die Erweiterung des Tagebaus vorbereiten. Damit wird die Strecke, die die Teilnehmer des Waldspaziergangs am Samstag gegangen sind, ab Juni nicht mehr passierbar.