Prävention
: So können sich Gubener gegen Einbrüche schützen

Die Polizei hat Gubener Eigenheimbesitzer informiert, wie sie sich am besten gegen Diebe schützen können. Dabei gibt es eine Menge zu beachten.
Von
Thomas Engelhardt
Guben
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Gegen Einbrecher können Hausbesitzer verschiedene Schutzmaßnahmen ergreifen. Welche das sind, darüber informierte die Polizei bei einer öffentlichen Veranstaltung in Guben.

Hauke-Christian Dittrich

Wie kann ich mein Haus und mein Grundstück am besten gegen Einbrecher schützen? Welche Methoden sind am effektivsten? Und welche haben nur einen geringen Nutzen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung, zu der Stadtverwaltung und Polizei am Donnerstag in die Alte Färberei eingeladen hatten.

Ganz speziell galt diese Einladung für Bewohner der Straßen im Bereich Altsprucke, Obersprucke und Otto–Thiele–Straße. Dabei handelt es sich um eines der Untersuchungsgebiete in der Stadt, die die Polizeiinspektion Cottbus/Spree–Neiße seit dem Jahr 2014 in Zusammenarbeit mit dem Gubener Präventionsrat genaueren Betrachtungen zum Thema Straftaten unterzieht. In dem Bereich befinden sich in erster Linie Einfamilienhäuser.

Einbrecher haben es oft zu leicht

Bevor Denny Baumgart vom Präventionsteam der Polizeiinspektion mit seinem Vortrag begann, stellte Henry Schmidt von der Gubener Revierpolizei noch Ronny Albrecht vor, der als Revierpolizist für das Gebiet zuständig ist. Schmidt selbst ging auf einige statistische Zahlen ein. Er machte klar, dass Diebstähle fast die Hälfte aller Straftaten in Guben ausmachen. Oft würden die Geschädigten es den Tätern aber auch leicht machen, indem sie Fenster offen stehen lassen oder Fahrräder nicht anschließen.

Baumgart erläuterte, dass, statistisch betrachtet, gerade in den jetzigen Herbstmonaten die Zahl der Einbrüche und Diebstähle wieder ansteige. Bevorzugte Tatzeit seien die Stunden, in denen die Dunkelheit einsetze. Dabei würden die Täter bevorzugt auf den Rückseiten von Häuser agieren, da dort für sie die Gefahr, beobachtet zu werden, geringer sei.

Fenstertüren sind größte Schwachstelle

Größte Schwachstelle in Einfamilienhäusern seien Fenstertüren. Sie würden in 50 Prozent der Fälle für Einbrüche genutzt. Und noch eine statistische Zahl: Länger als drei Minuten würden Täter im Schnitt nicht versuchen, in ein Haus einzudringen, da sonst für sie die Gefahr zu groß werde, dass jemand auf sie aufmerksam wird.

Immerhin 44 Prozent der Täter, so Baumgart, würden an den diversen Sicherheitsvorkehrungen scheitern. Bei Fenstern riet der Experte zu Pilzkopfverriegelungen. Sie würden am effektivsten für Schutz sorgen. Gehe es um Maßnahmen auf den Grundstücken, müsse man eine einiges beachten. So würden Einfriedungen erst ab ein einer Höhe von drei Metern wirklich wirksam. Und wer sich für eine Bepflanzung mit einer Dornenhecke entscheide, müsse bedenken, dass diese auch gepflegt, also regelmäßig geschnitten werden muss.

Alarmanlagen eher für Gewerbe geeignet

Denkbar seien als Schutzmaßnahme auch verschiedene Varianten der Außenbeleuchtung. Ganz wichtig: Grundstückseigentümer sollten alles, was Einbrechern als Auf– oder Einsteigehilfe dienen könnte, wegräumen. Neben Leitern gehören dazu zum Beispiel Gartenmöbel, aber auch Mülltonnen.

Alarmanlagen hält Denny Baumgart eher für gewerbliche Räume geeignet. Sie sollten aber auf alle Fälle mit einem Sicherheitsdienst verbunden sein. Und Videotechnik werde am besten von Fachleuten installiert. Grundsätzlich gelte das Motto: „Elektronik meldet Einbrüche, Mechanik verhindert Einbrüche“. Eine Schutzmaßnahme sei auch das Vortäuschen von Anwesenheit, zum Beispiel durch einen Fernsehsimulator.

Zu beachten ist laut Baumgart auch die Sicherung der Nebengebäude. Und Wertgegenstände sollten besonders geschützt werden, zum Beispiel durch einen Tresor.

Und wer einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt? Der sollte, so Baumgarts Rat, „defensiv agieren und nicht den Helden spielen“.