Das war wirklich ein ungewöhnliches Naturschauspiel, das die Bewohner des Gubener Ortsteils Kaltenborn in diesem Jahr beobachten konnten: In einer hohen Kiefer in der Nähe des Kinderspielplatzes bauten Fischreiher ein Nest. Es war das erste Mal, dass diese imposanten großen Vögel ihr Quartier am südlichen Rand der Neißestadt aufschlugen – und dann auch noch auf so spektakuläre Weise.
Ingrid Giebler aus dem Seeweg hat das Geschehen beobachtet. Sie schreibt: „Nachdem mindestens drei junge Reiher geschlüpft waren, flogen die Elterntiere fleißig auf Futtersuche, und sie räumten einige privat angelegte Fischteiche leer. Ein Jungtier konnte am Teich der Familie Müller hier am Seeweg beobachtet und fotografiert werden. Die Fütterung des Nachwuchses war jeden Tag ein Spektakel.“ Das Foto stammt übrigens von Ingrid Gieblers Enkel Willy, der die Oma nahezu täglich auf ihrem Grundstück besucht.

Fischreiher nisten gerne auf Bäumen oder Sträuchern

Warum sich die Vögel ausgerechnet eine Kiefer als Nistplatz ausgesucht haben, bleibt Spekulation. Fakt ist, dass die Reiher gern Bäume dafür nutzen, aber auch auf Sträuchern oder einfach am Boden nisten.
Aktuell sind die Vögel allerdings schon nicht mehr anzufinden. Wahrscheinlich haben sie ihr Domizil bereits wieder verlassen. Die Gieblers und ihre Nachbarn wollen jedenfalls auch im kommenden Jahr genau beobachten, ob sich ihre tierischen Mitbewohner wieder einfinden.