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: Der Honecker Hut ist wieder in

Den Gubenern hilft dieser Trend zwar nicht mehr. Doch sind sie im gewissen Sinn auch ohne Hut heute noch weltweit unterwegs. Dafür haben sie mit einem patentierten Tiefziehverfahren gesorgt.
Von
Beate Möschl
Guben
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  • Imposant: Der Formstempel für den Vigu-Hut aus Guben. Im Stadt- und  Industriemuseum steht noch eine der Tiefziehmaschinen, die anschaulich macht, wie der vollsynthetische Hut einst geformt wurde.

    Imposant: Der Formstempel für den Vigu-Hut aus Guben. Im Stadt- und Industriemuseum steht noch eine der Tiefziehmaschinen, die anschaulich macht, wie der vollsynthetische Hut einst geformt wurde.

    LR/Beate Möschl
  • Museumsmitarbeiterin Carolin Tilch mit einem fertig konfektionierten Vigu-Hut an einer der Tiefziehmaschinen, die in den Achtzigern die anstrengende Handarbeit der Hutzieher ablösten. Darauf gab es sogar ein Patent.

    Museumsmitarbeiterin Carolin Tilch mit einem fertig konfektionierten Vigu-Hut an einer der Tiefziehmaschinen, die in den Achtzigern die anstrengende Handarbeit der Hutzieher ablösten. Darauf gab es sogar ein Patent.

    LR/Beate Möschl
  • Als Alternative zum Strohut gedacht: Der „Vigu"-Hut aus Guben, den auch DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker bei offiziellen Anlässen gerne trug. Er wurde nicht aus Stroh geflochten, sondern thermoplastisch aus PVC-Raschelgewirk geformt. „Vigu“ stand für Polyvinylchlorig (PVC), das Ausgangsmaterial für den Hut, und für Guben.

    Als Alternative zum Strohut gedacht: Der „Vigu"-Hut aus Guben, den auch DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker bei offiziellen Anlässen gerne trug. Er wurde nicht aus Stroh geflochten, sondern thermoplastisch aus PVC-Raschelgewirk geformt. „Vigu“ stand für Polyvinylchlorig (PVC), das Ausgangsmaterial für den Hut, und für Guben.

    LR/Beate Möschl
  • Der synthetische Sommerhut aus Guben, eine echte DDR-Erfindung, mutete tatsächlich an wie ein Strohhut. Er wurde unter dem geschützten Namen "Vigu" verkauft und kostete 15,10 Mark. EVP stand in der DDR für Einzelhandelsverkaufspreis.

    Der synthetische Sommerhut aus Guben, eine echte DDR-Erfindung, mutete tatsächlich an wie ein Strohhut. Er wurde unter dem geschützten Namen "Vigu" verkauft und kostete 15,10 Mark. EVP stand in der DDR für Einzelhandelsverkaufspreis.

    LR/Beate Möschl
  • Wolfram Nelk mit PVC-Raschelgewirk, aus dem der Vigu-Hut einst entstand. Unter seiner Regie hatte ein Forschungsteam der Gubener Hutwerke in den 1980er-Jahren das Tiefziehen mittels frei ausströmendem Prozessdampf ermöglicht. Dafür gab es  ein Patent. Die Entwicklung löste zugleich die körperlich anstrengende Handarbeit der Hutzieher ab.

    Wolfram Nelk mit PVC-Raschelgewirk, aus dem der Vigu-Hut einst entstand. Unter seiner Regie hatte ein Forschungsteam der Gubener Hutwerke in den 1980er-Jahren das Tiefziehen mittels frei ausströmendem Prozessdampf ermöglicht. Dafür gab es ein Patent. Die Entwicklung löste zugleich die körperlich anstrengende Handarbeit der Hutzieher ab.

    LR/Beate Möschl
  • Im Stadt- und Industriemuseum Guben haben gut behütet fürs Foto Platz genommen: Carolin Tilch und Museumsleiterin Heike Rochlitz mit verschiedenen Modellen Gubener Hüte vor der „Leinwand“ mit Namen bekannter Schauspieler, Regisseure und Filme, in denen Hüte eine wichtige Rolle spielten.

    Im Stadt- und Industriemuseum Guben haben gut behütet fürs Foto Platz genommen: Carolin Tilch und Museumsleiterin Heike Rochlitz mit verschiedenen Modellen Gubener Hüte vor der „Leinwand“ mit Namen bekannter Schauspieler, Regisseure und Filme, in denen Hüte eine wichtige Rolle spielten.

    LR/Beate Möschl
  • Der Trilby, wie ihn Dan Akroyd und John Belushi im Film "The Blues Brothers" trugen und bekannt machten. Auch der in den 1960er-Jahren in Guben entwickelte Vigu-Hut ist eigentlich ein Trilby. Im Stadt- und Industriemuseum Guben erfährt der Besucher mehr über Hutformen und Promis, die sie trugen.

    Der Trilby, wie ihn Dan Akroyd und John Belushi im Film "The Blues Brothers" trugen und bekannt machten. Auch der in den 1960er-Jahren in Guben entwickelte Vigu-Hut ist eigentlich ein Trilby. Im Stadt- und Industriemuseum Guben erfährt der Besucher mehr über Hutformen und Promis, die sie trugen.

    LR/Beate Möschl
  • Auch Museumschefin Heike Rochlitz ist auf den Hut gekommen.

    Auch Museumschefin Heike Rochlitz ist auf den Hut gekommen.

    LR/Beate Möschl
  • Gut behütet im Spiegel der Hut-Probierstation im Stadt- und Industriemuseum Guben: Heike Rochlitz und Carolin Tilch.

    Gut behütet im Spiegel der Hut-Probierstation im Stadt- und Industriemuseum Guben: Heike Rochlitz und Carolin Tilch.

    LR/Beate Möschl
  • Der „Hut-Kreisel“ vor dem Stadt- und Industriemuseum Guben erinnert an die einstige Tradition und Blütezeit als Stadt der Tuche und der Hüte.

    Der „Hut-Kreisel“ vor dem Stadt- und Industriemuseum Guben erinnert an die einstige Tradition und Blütezeit als Stadt der Tuche und der Hüte.

    LR/Beate Möschl
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