Heizung in Guben
: Einbau günstig, wie noch nie – Experte gibt Tipps

Staatliche Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 Prozent machen den Einbau der Heizung attraktiv. Aber was können Handwerker in Guben noch leisten?
Von
Bernd Töpfer
Guben
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Mirko Smukalski, Geschäftsführer der Smukalski GmbH in Guben, anlässlich eines Interviews am 22. August in Guben. Thema

Mirko Smukalski, Geschäftsführer der Smukalski GmbH in Guben, rät zu einer genauen Analyse der Situation beim Heizen. Staatliche Zuschüsse machen den Einbau der Heizung günstig, wie noch nie.

Bernd Töpfer
  • Staatliche Zuschüsse von bis zu 70% machen den Heizungstausch attraktiv.
  • Förderfähige Kosten bis zu 30.000 Euro, Förderanträge bei der KfW möglich.
  • Handwerkerkapazitäten sind knapp, Sommer ist idealer Zeitpunkt für Heizungstausch.
  • Guben plant klimafreundliche Wärmeversorgung, Vorstellung am 2. April 2025.
  • Analyse der Gebäudesituation vor Heizungseinbau empfohlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit bis zu 70 Prozent werden aktuell Haushalte, die unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen, noch beim Einbau einer modernen Heizung unterstützt. Darauf weisen Verbraucherschützer hin. Noch sei die Gelegenheit günstig und was die neue Bundesregierung dann tue offen. Das ist ein Ansporn, über eine Erneuerung veralteter Anlagen nachzudenken. Doch haben die Handwerker zurzeit noch Kapazitäten, neue Anlagen zu installieren?

„Die staatliche Förderung für den Heizungstausch ist attraktiv wie nie“, sagt Annalena Marx von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Für den Einbau einer neuen klimafreundlichen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien – wie zum Beispiel einer Wärmepumpe – betrage die Grundförderung 30 Prozent, so die Verbraucherschützerin aus Potsdam.

Durch Bonusförderungen für einkommensschwache Haushalte oder beim Austausch besonders alter fossiler Heizungen sei in Summe sogar ein Zuschuss von bis zu 70 Prozent möglich.

So hoch ist die Förderung beim Einbau einer Heizung in Guben

Die förderfähigen Gesamtbruttokosten betragen maximal 30.000 Euro. „Bei einer Förderung von 70 Prozent würde der Staat also insgesamt bis zu 21.000 Euro übernehmen“, rechnet Joshua Jahn, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale, vor.

Und noch eine gute Nachricht: Aktuell können Interessenten die Förderung weiterhin regulär und in vollem Umfang bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Wie lange dies noch möglich ist, ist derzeit allerdings unklar, so der Verbraucherschützer weiter.

Dass aktuell die Förderinstrumente greifen, bestätigt auch Mirko Smukalski. Der Chef vom gleichnamigen Handwerksbetrieb in Guben kennt sich in dieser Materie bestens aus. Er berät seine Kunden und begleitet sie beim Beantragen der Fördermittel für eine effiziente Heizung. Denn zurzeit werden relativ viele Heizungen getauscht, da sie in die Jahre gekommen sind.

Steffen Schulz

Steffen Schulz baut aktuell Pelletheizungen und Wärmepumpen ein. Auch diese Anlagen werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert. Staatliche Zuschüsse machen den Einbau der Heizung günstig, wie noch nie.

Solveig Schneider

Wenn die KfW das grüne Licht für eine Förderung gegeben hat, muss die neue Anlage nicht sofort eingebaut werden. Es gibt einen Zeitraum, in dem der Auftrag abgearbeitet werden kann. Aktuell sind es drei Jahre. „Zuerst wird einem Handwerksbetrieb der Auftrag erteilt, dann kann der Förderantrag gestellt werden“, sagt Steffen Schulz, Geschäftsführer der Arno Schulz GmbH in Guben.

Vor Einbau einer Heizung in Guben die Gesamtsituation prüfen

Allerdings sollten Hausbesitzer auf keinen Fall ohne eine genaue Analyse der Situation eine Entscheidung treffen. Der Einbau einer neuen Heizungsanlage, ob nun mittels Wärmepumpe oder Pelletheizung beispielsweise und flankierend mit einer Fotovoltaikanlage, müsse zum Gebäude passen. Dabei spielen viele Fragen eine Rolle: In welchem Zustand sich das Haus befindet, ob es energetisch gedämmt ist, welche Heizungsanlage bereits verbaut ist.

Übereilte Entschlüsse seien nicht angeraten. Das Gesamtkonzept sollte stimmen.  „Wir schauen uns bei einem Vor-Ort-Termin die Situation an und entwerfen gemeinsam einen Plan. Dabei spielen die Präferenzen des Hauseigentümers natürlich eine Rolle“, sagt Mirko Smukalski. Steffen Schulz rät je nach Lage der Dinge nicht selten zu einer Kombination mit einer Pelletheizung.

Für Heizungseinbau in Guben wärmere Jahreszeit nutzen

Für einen Heizungswechsel kommt den Hausbesitzern die bevorstehende wärmere Jahreszeit zugute. Ein Heizungstausch im Sommer hat unschlagbare Vorteile. Es besteht kein Zeitdruck. Die Heizung wird nicht benötigt, und auf warmes Wasser kann auch mal ein paar Tage verzichtet werden. Zumindest ist es angenehmer als im Winter, erläutert der Verbraucherexperte Joshua Jahn. Die Verbraucherzentrale beantwortet Fragen zum Thema Heizungstausch und Förderung.

Bleibt die Frage nach den Kapazitäten der Handwerker. „Unsere Auftragsbücher sind gefüllt“, sagt Mirko Smukalski. Aber auch wieder nicht so voll, dass es keine Lücken gebe. Ähnlich sieht es bei Steffen Schulz aus. „Der Mai ist randvoll“, sagt er. „Doch im Juni gibt es Kapazitäten“, so der Handwerker.